StartSchulenLise-Meitner-GesamtschuleUrbaner Tanz für Offenheit und Selbstbewusstsein

Urbaner Tanz für Offenheit und Selbstbewusstsein

Lehrerin Veronika Zielinski hat an der Lise-Meitner-Gesamtschule Tanz-Projekte etabliert – zum Urban Dance und Hip-hop kommt Choreograph und Tänzer Sugar Rae regelmäßig in die Schule

„Gute Frage.“ Sugar Rae, mit bürgerlichem Namen Reagan Dikilu, steht auf der Bühne des Pädagogischen Zentrums der Lise-Meitner-Gesamtschule und beantwortet Fragen. Vor ihm ein Publikum aus Schülerinnen aller Stufen, die bereits nach ein paar Minuten Bühnenprogramm von ihren Sitzen aufgestanden sind und mitklatschen und tanzen.

„36 Steps“, eine doppelte Anspielung auf die Hausnummer der Schule in der Stresemannstraße und eine Urban Dance-Tanzart, ist eine Show, die sowohl Tanzperformances auf der Bühne, als auch Wissen zu Urban Dance vermittelt. Er selbst habe sich all die Tanzschritte und Stile selbst beigebracht. Auch mit Freunden, berichtet der Profi-Tänzer und Choreograph.

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Bei der schulinternen Veranstaltung „36 Steps“ gab es Wissen und Auftritte aus der Urban Dance-Szene. Foto: Göllnitz

Auf Einladung von Veronika Zielinski, Lehrerin für Englisch, Darstellen und Gestalten und Sport an der Schule, und selbst auch Tänzerin, bietet Sugar Rae Urban Dance-Angebote an der Schule an. Immer dienstags werde gemeinsam Hip-hop getanzt, erzählt die Pädagogin. Zudem gab es im April eine Block-Lesson, eine Unterrichtseinheit, an der auch externe Interessierte teilnehmen konnten.

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Sugar Rae auf der Bühne beim Präsentieren eines der Tanzstile. Foto: Göllnitz

Generell sieht Zielinski, die auch Standardtänze an der Schule lehrt, im Tanzprojekt auch eine soziale Komponente: „Es bringt viel für Heranwachsende. Sie lernen Offenheit, bekommen Selbstbewusstsein. Und sie kommen aus ihrer Bubble heraus. Zum Beispiel über Auftritte in anderen Vierteln“, so die Lehrerin.

Und dabei trifft vor allem Urban Dance den Geschmack der jungen Teilnehmenden: Jene Tanzstile, wie Breakdance oder auch Locking, die in den 1970er- und 80er-Jahren in den USA, an der Westküste oder auch in New York entstanden. „Urban Dance ist all das, was nicht in Tanzstudios stattfindet“, erklärt Sugar Rae. Er hat die Initiative Rock Spot gegründet und möchte darüber bundesweit die Hip-hop-Kultur Menschen näher bringen.

Bei „36 Steps“ in der Schule gibt es so Auftritte, die für die Szene typischen Battles vor den Augen einer Jury, zudem auch Live-Musik von DJ Ice-C. „Ich persönlich hatte nicht das Privileg, dass mir Urban Dance an der Schule vermittelt wurde“, so Sugar Rae. Und auch Lehrerin Veronika Zielinski spricht von der Bühne aus noch einmal eine Einladung aus: „Kommt dienstags vorbei. Je mehr, desto besser.“ Für die Schülerinnen ist die AG kostenlos.

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