Donnerstag, 18. April 2024
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Neubau der Brücke über die A559

Die Autobahn GmbH beginnt mit dem Abriss der Straßenbrücke Rather Straße in Gremberghoven - eine zweite Brücke wird ebenfalls und ersatzlos abgerissen

1964 wurde die Brücke über die A559 in Gremberghoven gebaut und dann schnell zu einer wichtigen Verbindung zwischen den Stadtteilen Gremberghoven und Ensen. Im Juli 2022 kam für die Brücke Rather Straße, früher als gedacht, das Aus. Sie musste für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Grund war akut auftretende Spannungsrisskorrosion. Seitdem stand das Bauwerk nur für den Fuß- und Radverkehr offen.

Die zuständige Autobahn GmbH plant deshalb einen Ersatzneubau des Bauwerks. Zunächst wird dafür im Februar das Bestandsbauwerk abgerissen. Anschließend soll die neue Brücke an selber Stelle errichtet werden. Die Bauzeit betrage voraussichtlich 12 Monate, so die Autobahn GmbH.

Für den Abriss wird die A559 nun erstmals von Freitag, 16. Februar, bis Montag, 19. Februar, um 5 Uhr gesperrt. Die A559 ist damit zwischen dem Autobahndreieck Köln-Porz und dem Autobahnkreuz Köln-Gremberghoven in Fahrtrichtung Aachen und zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Gremberg und der Anschlussstelle Gremberghoven in Fahrtrichtung Bonn nicht befahrbar. Die Überfahrt von der A4 aus beiden Fahrtrichtungen auf die A559 in Fahrtrichtung Bonn ist ebenfalls gesperrt. Ebenso wie die Anschlussstelle Köln-Gremberg in Fahrtrichtung Aachen.

Eine Umleitung über das Autobahnkreuz Köln-Ost und die Anschlussstelle Köln-Merheim wird, so die Autbahn GmbH, mit rotem Punkt ausgeschildert.

Ursprünglich war ein Ersatzneubau aufgrund der schlechten Bausubstanz für 2025 geplant. Nun hat die Autobahn GmbH das Projekt vorgezogen. Der Ersatzneubau werde dabei mit den gleichen Bauwerksabmessungen und Stützweiten wie beim alten Bestandsbauwerk geplant. Jedoch wird ausreichend Fläche für einen laut Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehenen Ausbau der A559 mit einer zusätzlichen Fahrspur je Fahrtrichtung geschaffen.

Während der Bauzeit werde der Verkehr auf der A559 in beide Fahrtrichtungen aufrechterhalten, so die Planer. Für die Herstellung der Mittelstütze sei eine Inselbaustelle vorgesehen. Dabei werde der Verkehr unter Nutzung des Standstreifens nach außen verlagert. Dazu wurden im Vorfeld die Standstreifen ertüchtigt.

Besonders sind die Arbeiten durch die in diesem Bereich querenden Hochspannungsleitungen. So sind Arbeiten oberhalb einer bestimmten Höhe strengstens untersagt. Dadurch ergäben sich Zwangsbedingungen etwa für die Höhe von nötigen Kränen, so die Planer.

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So sieht der Entwurf der neuen Brücke von der Seite aus gesehen aus. Grafik: Autobahn GmbH

Ebenfalls Teil des Projekts ist das Brückenbauwerk „Gilgaustraße“. Dieses führt ebenfalls über die A559, jedoch bei Kilometer 6,624. Die Brücke führt einen weitgehend ungenutzten Wirtschaftswegs am Kiesgrubensee Gremberghoven über die Autobahn – mit Verlauf von einem Firmengelände in das Naturschutzgebiet. Auch diese Brücke wird wegen ihres schlechten Bauwerkszustands abgerissen. Da dieser Wirtschaftsweg zukünftig nicht mehr genutzt werden soll, sei jedoch kein Ersatz notwendig, so die Autobahn GmbH. Der Zugang zum Naturschutzgebiet, etwa für Erhaltungsmaßnahmen, erfolge dann nur noch per Boot. So könne zudem auch das unbefugte Betreten des Naturschutzgebiets eingeschränkt werden. Der Abriss des Brückenbauwerks „Gilgaustraße“ soll voraussichtlich im Herbst/Winter 2024 erfolgen. (red./Lars Göllnitz)

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