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Simon Bujanowski gibt Mandat ab

Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtbezirk Porz, Simon Bujanowski, gibt sein Mandat in der Bezirksvertretung ab – und übt dabei gleichzeitig auch noch etwas Kritik an der mangelnden Vereinbarkeit von Familie und ehrenamtlicher Politik.

Als Grund zur Aufgabe seines Mandats gibt Bujanowski seine im Oktober angetretene Elternzeit an. Bis Mitte 2024 solle diese andauern. „So lange Politik in Köln ehrenamtlich organisiert ist, wird sie unattraktiv für Menschen mit kleinen Kindern sein“, so der Lokalpolitiker. „Ich möchte für meine Familie da sein und ich habe den Anspruch, mein Ehrenamt, wenn ich es denn mache, richtig auszuüben.“ Gerade als Fraktionsvorsitzender bedeute das nicht nur viele Akten zu lesen, sondern auch eine Menge Termine wahrzunehmen – oft abends und am Wochenende, so Bujanowski. „Meine Entscheidung ist klar, aber sie war alles andere als leicht: Ich bin sehr gerne Fraktionsvorsitzender gewesen“, erklärt Bujanowski. Ob er nach seiner Elternzeit zurückkehren werde, wurde nicht vermeldet. Auch wurde nichts zu seinen weiteren politischen Plänen vermeldet.

In die Bezirksvertretung werden nicht Personen, sondern Sitze für Parteien gewählt, die dann von diesen besetzt werden. Wechsel sind so möglich. Bujanowski war seit der Kommunalwahl 2009 Mitglied der Bezirksvertretung. Im Dezember 2014 wählte ihn die Fraktion zu ihrem Vorsitzenden. Bei der letzten Bundestagswahl wollte er für ein Bundestagsmandat kandidieren, wurde aber parteiintern nicht nominiert.

In die Fraktion nachrücken soll nun Nils Beuthert aus Wahnheide. Die Fraktion wähle zudem in ihrer ersten Sitzung des Jahres einen neuen Fraktionsvorsitz, so die Porzer SPD. (red./Lars Göllnitz)

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