StartKomm raus du hässlicher Waschlappen

Komm raus du hässlicher Waschlappen

Das Theatergastspiel "Schuhe, Taschen, Männer" mit den TV-Größen Cheryl Shepard und Bernhard Bettermann sorgte für reichlich Pointen im Rathaussaal

Cheryl Shepard und Bernhard Bettermann stehen nicht zum ersten Mal als Akteure zusammen vor einer Kamera oder, wie in diesem Fall, auf der Bühne. Beide haben viele Jahre als Hauptdarstellende die Serie „In aller Freundschaft“ dienstagabends im Ersten mitgeprägt.

In der Komödie „Schuhe, Taschen, Männer“ sind sie langjährige Freunde, die zum Paar geworden sind. Wobei das zunächst nicht komplikationslos abläuft und so das kurzweilige Stück im Porzer Rathaussaal reichlich unterhaltsam macht.

Zur Szenerie: Ralf (Bernhard Bettermann) ist erfolgreicher Geologe und arbeitet an einer unterirdischen Verkehrsspinne, einem Tunnelbauwerk. Und das zusammen mit Ex-Schwiegervater Holger, der dafür telefonisch etwas mentale Unterstützung für Ralfs geschiedene Frau Tessa (Sabrina Ascacibar) einfordert. Diese, gerade verlassen von Musiker Rainer, taucht auch gleich in Ralfs Wohnung auf – und wünscht sich irgendwie gleichzeitig auch wieder Ralf an ihrer Seite. Der ist jedoch inzwischen mit Nadine (Cheryl Shepard) zusammen und keinesfalls an einer Rückkehr zur früheren Gattin interessiert. Und so nimmt das mit einigen unerwarteten Wendungen aufwartende Stück von Stefan Vögel Fahrt auf. Umso mehr, als Musiker Rainer (Matthias Unruh), inklusive Gesangseinlage mit der immer wiederkehrenden Liedzeile „Life is a black, black Tunnel“, und Nadines Ex-Mann, Polizist Erik (Achmed Ole Bielfeldt), auftauchen. Trotz aller Hinlenkungen durch Nadine schafft es Ralf nicht zu gestehen, dass er ihr neuer Partner ist. Erik, laut Ralf mit Waffe und Cholerik ausgestattet, kann nicht glauben, dass Nadine ihn für jemanden verlassen hat, der ein ängstlicher Waschlappen sei. Nicht ahnend, dass der Betreffende im gleich Raum ist. Letztlich kommt natürlich alles zum Guten, durch etwas Hilfe aller Beteiligten, bis auf den überforderten Ralf, und etwas Auflockerung durch Rauschmittel. Und auch die regelmäßig vom Kaufrausch heimgesuchte Tessa ist am Ende ohne Ralf zufrieden. Sogar ohne Konsumgüter will sie auskommen. Eine steile Entwicklungskurve für jemanden, die anfangs noch den titelgebenden Satz, „Alles, was ich brauche sind Schuhe, Taschen und Männer“, sagte. https://www.rathaussaal-porz.de

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