StartLeben in PorzEnsenSchüler helfen mit selbstgebauten Insektenhotels

Schüler helfen mit selbstgebauten Insektenhotels

Die Wohnungsgenossenschaft Gewog hat 5.000 Quadratmeter Blühstreifen eingerichtet - Schüler eines Berufsvorbereitungskurses vom Verein Eigenart haben die passenden Insektenhotels beigesteuert

Ein Dach aus wetterfester Teerpappe, Öffnungen zum Anfliegen und Nisten und gebaut aus massivem Holz. Gleich mehrere solcher Nistkästen für Insekten haben Sarmad, Adriano und Anees zusammen mit Mitschüler*innen gebaut. Nun hat einer der Kästen eine praktische Anwendung gefunden – auf einem Grundstück in Ensen.

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Dieser Nistkasten für Insekten hat nun die Anschrift Starenweg 14. Foto: Göllnitz

Dafür sind Sarmad, Adriano und Anees extra von ihrer Kalker Adolph-Kolping-Hauptschule und zusammen mit Schulleiterin Daniela Deters an den Aufstellungsort gekommen. Ein Grundstück der Wohnungsgenossenschaft Gewog aus Porz, die an insgesamt 24 Immobilien und auf mehr 5.000 Quadratmetern Blühstreifen angelegt hat. Nicht nur am Starenweg in Ensen, auch etwa am Linder Weg in Lind stehen nun passende Nistkästen.

Entstanden sind sie in einem der Berufsvorbereitungskurs der Schule. Diese tragen den Namen Berufschance-Kurse und werden an der Kalker Schule, zudem an vielen weiteren rechts- und linksrheinischen Schulen, vom Verein Eigenart organisiert.

Engagement, das auch von der Gewog mit unterstützt wird: Seit 2012 stehe man im Kontakt, so Eigenart-Geschäftsführer Stephan Schwarzer. Die Gewog sei zweitlängster Unterstützter Eigenarts und finanziere einen der insgesamt 38 Kurse.

Uwe Seibel, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gewog, sieht in den Blühstreifen einen Teil der eigenen Maßnahmen in Sachen Natur- und Klimaschutz. Andere seien etwa energetisches Neubauen oder auch Wärmepumpen. Rund 3.000 Wohnungen besitzt die Gewog im Stadtbezirk Porz. „Mit unseren Wildblumenwiesen wollen wir etwas dem Insektensterben entgegenwirken und Lebensräume schaffen“, so Seibel.

Schulleiterin Deters hebt derweil die Bedeutung praktischen Arbeitens in der Schule hervor. Dies sei so wichtig, sagt sie. Teilweise wichtiger als andere Fächer. Sarmad, Adriano und Anees steht als Neuntklässlern noch ein Jahr Schule bevor, bevor es in den Beruf geht. Etwas Kaufmännisches oder in der Automobilbranche können sie sich als Option vorstellen. Im Berufsvorbereitungskurs widmen sie sich nach dem Projekt Nistkästen nun dem Bau von Vogelhäuschen.

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