StartLeben in PorzLangelAls Anlaufstelle für Radfahrende und Wandernde

Als Anlaufstelle für Radfahrende und Wandernde

Er möge die Analogie nicht so gerne, aber sie passe dann doch, findet Clemens Rott. Rott ist einer der Ideengeber und Initiatoren des Projekts an der Kirche St. Clemens in Langel. Die Idee: Das Gotteshaus, wie eine Autobahnkirche an der Autobahn, zur Wegekirche umzugestalten.

Langel sei dafür absolut der richtige Ort, findet Rott. Nicht nur wegen der zentralen Lage zwischen dem Kölner Dom und dem Bonner Münster. In beide Richtungen seien es rund 20 Kilometer. Auch, weil einige Radrouten, zudem unweit Jakobswege an der Kirche entlang führten.

„Die Kirche hat zwar weniger Gottesdienste inzwischen. Aber sie ist dennoch weiter wichtig“, so Rott. In Porz und Köln, auch in der Region ist St. Clemens nun die einzige Wanderkirche. Und wird dafür eigens umgestaltet – als Zwischenstopp für Radfahrende, aber auch für Wandernde. Einiges ist bereits passiert: So ist ein Touch-Terminal im Eingangsbereich installiert worden, das mit dem Licht- und Audiosystem im Kirchenraum verbunden ist. Besucher*innen können je nach Wunsch Musik, Licht und Texte auswählen. Zudem gibt es ein Quiz, um die Kirche und ihren Namensgeber zu erkunden.

Auch der Außenbereich werde umgestaltet, erklärt Rott. Sitzplätze, eine Trinkwasserstation, zudem soll es eine Servicestation für Fahrräder geben. All das werde in den kommenden Monaten umgesetzt. Als nun Wegekirche ist St. Clemens an das Netzwerk „Radwegekirchen.de“ angeschlossen. Ein spezielles, grün-weißes Schild zeigt dies von außen an.

Dabei sei das Projekt von Beginn an als ökumenisches angelegt worden, so Rott. Katholische und Evangelische Kirche seien gleichsam beteiligt. Aus beiden Kirchen stammen Fördergelder. Zudem habe die Porzer Bezirksvertretung Gelder bewilligt, erklärt Clemens Rott. Stadt Köln, Ortsring Langel und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) unterstützen das Projekt.

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Die Pläne zeigen es: Auch der Außenbereich von St. Clemens soll noch umgestaltet werden. Foto: Göllnitz

Inzwischen habe sich das Projekt auch in der Dorfgemeinschaft etabliert, so Rott. Auch dies sei ein guter Antreiber. „Dort, wo Radwege sind, sind Kirchen oft auch gut besucht“, so Rott. (Lars Göllnitz – der Autor bei Instagram: @enqoozee

)

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