StartLeben in PorzPorzWeniger oder kein Verkehr auf der Karlstraße

Weniger oder kein Verkehr auf der Karlstraße

Recht erfolgreich sei man in den vergangenen Jahren gewesen, so Jochen Schäfer vom Bündnis Porz-Mitte. „Die Grund- und Musikschule bleiben vorerst weiter an ihrem angestammten Standort, bei dem neuen Park an der Glashüttenstraße ist die Stadt fast zu 100 Prozent dem Vorgehen des Bündnisses gefolgt, die Erweiterung der Brücke über die Hauptstraße wird kommen, der Rheinboulevard wird aufgewertet, das Dechant-Scheben-Haus wird niedergelegt werden und so Platz für einen größeren, hellen Platz in der Mitte der Fußgängerzone machen“, so Schäfer.

Er findet, die Expertise des Bündnisses sei inzwischen weit über die Verwaltung hinaus bekannt. Für die Konzepte habe es Lob aus Architektur und Klimaforschung gegeben.

Nun setzt sich das Bündnis für weitere Themen ein: „Schon heute ist an heißen Tagen die Temperatur zwischen den Häusern der Neuen Mitte Porz fast ganze 10 Grad Celsius höher, als auf dem benachbarten Gelände des Berufskollegs“, so Schäfer. „Das Areal des Berufskollegs kann und soll eine wichtige ausgleichende Funktion für etwas Abkühlung in der Neuen Mitte Porz mit einem Versiegelungsgrad von 99,8 Prozent haben.“

Die von der Bezirksvertretung beschlossene Option, andernorts in Porz-Mitte einen Park einzurichten, werde keine abkühlende Wirkung auf die Porzer Innenstadt haben, vermutet Schäfer.

Ungeachtet dieser bereits jetzt schwierigen Wärme-Situation liebäugele die regierende Politik und die Stadtverwaltung mit einer dichten Bebauung des Berufskolleg-Geländes mit Geschäften und Wohnungen, so Schäfer weiter. Was die Aufheizung der Innenstadt nochmals stärker vorantreiben werde. In diesem Rahmen sei auch eine Festlegung der Karlstraße als Hauptverkehrsweg ein Fehler. Damit würden der neue Park an der Glashüttenstraße Zentrum abgeschnitten.

Das Bündnis plädiere für eine Verringerung des Verkehrs auf der Karlstraße und die Anbindung der Grünflächen an das Zentrum. Auch solle die Fußgängerzone einheitliche und klimawandelgerecht gestaltet werden. (red./Lars Göllnitz)

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