StartLeben in PorzWahn / WahnheideBauspielplatz Senkelsgraben mit neuer Anschrift

Bauspielplatz Senkelsgraben mit neuer Anschrift

„Wir werden von Leuten angesprochen, die uns sagen, Jürgen Schumann, den kennen wir doch“, erzählt Marion Tillmann vom Vorstand des Fördervereins Bauspielplatz Senkelsgraben. Im 30. Jahr des Bestehens des Fördervereins des offenen Jugendangebots hat der Bauspielplatz eine neue Anschrift bekommen. Und das auf eigenen Wunsch hin.

Bislang trug das 1980 eröffnete Gelände die Anschrift Gernotstraße 10. Am Fußweg, in Verlängerung zur Stichstraße Gernotstraße gelegen, lautet die offizielle Adresse nun Jürgen-Schumann-Weg 1. Durch den am 19. Juni 2021 verstorbenen Volkswirtschaftler, Journalisten, Dokumentarfilmer und Ratspolitiker habe die Geschichte des Bauspielplatzes an dieser Stelle begonnen, erzählt Marion Tillmanns Ehemann und Vorstandskollege Karl-Heinz Tillmann.

Schumann habe sich damals bei der Stadtverwaltung für den Standort und die Weiterführung des vorher im Bieselwald beheimateten Projekts eingesetzt. Auch später sei Schumann immer wieder engagiert gewesen zum Wohle des Bauspielplatzes.

„Ich bin stolz, dass wir die Umbenennung erreicht haben“, so Karl-Heinz Tillmann. Mit Schumann zusammen habe er viele Bürgersprechstunden durchgeführt. Schumann sei nie jemand gewesen, der die Parteifahne vor sich hergetragen habe. „Er sah sich als Ratspolitiker und hat sich für Anliegen und Wünsche der Menschen eingesetzt. Das habe ich bewundert.“

Für die Umbenennung habe man sich mit dem Bürgerverein Wahn – Wahnheide – Lind zusammengetan, so Karl-Heinz Tillmann. Zunächst habe die Stadtverwaltung zweimal ablehnend beschieden. Nötige Gründe zur Umbenennung, wie etwa ein geschichtlich belasteter Name, hätten gefehlt, erklärt Karl-Heinz Tillmann. Nachdem sich die Bezirksvertretung einstimmig mit eingeschaltet habe, hat die Stadt schließlich zugestimmt, sogar die eigentlich gängige einjährige Sperrfrist zur Anpassung von Dokumenten an die neue Adresse fallen gelassen.

„Es gibt ja nur einen Anlieger“, so die Tillmanns. Nun kann der Bauspielplatz seine offiziellen Briefköpfe anpassen. An den Angebote ändert sich aber nichts damit. Im Gegenteil, wie die Tillmanns sagen. Mit der immer konkreter werdenden neuen Wohnbebauung unweit an der Nibelungenstraße würden potenziell noch mehr Kinder die Angebote annehmen.

Um die Mittagsverpflegung des jungen Klientels gewährleisten zu können, hat der Bauspielplatz dank einer Spende der Kaethe Floeck-Stiftung nun eine neue Küche anschaffen können. Vom Wahner Rewe-Markt gibt es zudem täglich Obst und Gemüse, das sonst trotz gutem Zustand entsorgt würde. „Für 90 Prozent der Kinder ist das bei uns die erste Mahlzeit am Tag“, erzählt Marion Tillmann. 

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In der neuen Küche wird für die jungen Besuchenden des Angebots gekocht. Foto: Göllnitz

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