Dienstag, 23. April 2024
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Dreigestirn gibt sein Amt ab

In den letzten Jahren habe man eher kurze Mottos gewählt. Diesmal sei das etwas anders, so Holger Harms, Geschäftsführer vom Festausschuss Porzer Karneval (FAS). Traditionell stellen die Karnevalisten kurz vor der Auskleidung des aktuellen Dreigestirns auch immer schon das neue Motto der kommenden Session vor – in diesem Jahr eines, das auf 50 Jahre Eingemeindung der ehemaligen Stadt Porz zur Stadt Köln abzielt.

Und das ohne zu meckern, so Harms. Vielmehr wolle man zeigen, dass Porz zu Köln dazu gehöre. „Ohne uns wäre Köln weniger wert“, so Harms. Nicht nur als wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das Gemeinsame auf Augenhöhe symbolisieren beim neuen Motto der Bergische Löwe und neben ihm der Adler der Stadt Köln. In Worten: „50 Johr zesamme schunkele, nur mit uns kann Kölle funkele“.

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Das neue Motto adressiert das Jubiläum 50 Jahre Porz als Teil der Stadt Köln. Foto: Göllnitz

Neben dem Ausblick wagt der FAS am Dienstag vor Aschermittwoch auch immer einen Blick zurück auf die vergangene Session. Der neue Zugleiter des FAS, Wolfgang Mombaur, zieht dabei ein positives Fazit. Man sei sehr glücklich und zufrieden im gesamten Team. Besonders danke er auch den Ehrenamtlichen und den Einsatzkräften – darunter THW, Polizei oder auch Rotes Kreuz. Zudem seien erstmals die Verkehrskadetten aus Köln, Dortmund und Solingen dabei gewesen, so Mombaur.

Der Zug sei insgesamt ohne größere Vorfälle abgelaufen. Rund 100.000 Menschen hätten friedlich und ausgelassen gefeiert, so der Zugleiter.

Ebenfalls positiv blickt der FAS auf die Proklamation des Dreigestirns zurück. Dass der Rathaussaal restlos ausverkauft gewesen sei, sei nicht selbstverständlich, so Geschäftsführer Harms. Auch die Doppelmoderation von Löstige Langeler-Präsident Tom Pfeiffer und Ingo Hundhausen, seinem Pendant beim Närrischen Laurentius, sei nach dem Rückzug von FAS-Ehrenpräsident Stephan Demmer gut angekommen.

Sorgenfalten bereite eher die Eröffnung des Straßenkarnevals in Porz-Mitte an Weiberfastnacht. In diesem Jahr auch von Regen begleitet, könne man generell keine Top-Namen für die Veranstaltung verpflichten, so Harms. Auch mit Geld könne man Kasalla oder Brings nicht nach Porz locken. Diese seien dafür einfach in Köln zu sehr gebucht. An der Veranstaltung müsse man hart arbeiten, erklärt Harms, der gleichsam die Auftritte der Künstler auf der Bühne nicht schmälern wolle, wie er sagt.

Generell sei es die Aufgabe des FAS, den Karneval weiterzuentwickeln. Die Schere zwischen Köln und Porz schreite aber weiter voran. Alleine wenn man sich die Preise anschaue, die mittlerweile etwa für ein Kölsch bei Veranstaltungen in der Innenstadt aufgerufen würden, so Harms.

Bürgeramtsleiter Guido Motter, der bei der Proklamation, der Seniorensitzung und beim bei den jungen Aktiven beliebten Pänz Dance den Rathaussaal zur Verfügung stellt, lobt gerade diesen Unterschied: „Brauchtum ist hier. In Köln ist eher Show“, findet er.

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Sind nicht mehr im Amt: Prinz Peter III. (l.) und Jungfrau Meike zeigten sich sehr gerührt. Bauer Olli dankte für besondere Momente während der Session. Foto: Göllnitz

Bevor es nach der Abschlusspressekonferenz für das Dreigestirn, gestellt durch die Urbacher Räuber, zum Eintrag ins Porzer Ehrenbuch ins Bezirksrathaus und damit zu Bezirksbürgermeisterin Sabine Stiller geht, hat der FAS gleichsam auch noch die Preisträger des Rosensonntagszug verkündet: Für ihre kreativen Auftritte haben die Grengeler Draumdänzer den ersten, die Gruppe Immer jot drup den zweiten und die Fidelen Elsdorfer den dritten Preis verliehen bekommen.

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