StartLeben in PorzPorzAnders als beim Weihnachtshochwasser 1993

Anders als beim Weihnachtshochwasser 1993

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln blicken Hochwasser am Rhein mit mehr Vorbereitung entgegen

Am 21. Dezember um 13.30 Uhr lag der Wasserstand am Kölner Pegel bei 6,08 Metern. Die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) vermeldeten ein langsames Fallen, danach für die Folgetage einen Wiederanstieg des Rhein-Hochwassers. Der Kölner Hochwasserschutz sei darauf sehr gut vorbereitet, so die StEB. Das war vor 30 Jahren anders.

Im Jahr 1993 überstieg das sogenannte Weihnachtshochwasser den damaligen Schutz von 10 Metern Kölner Pegel (KP). Die Folge waren starke Überschwemmungen, die bundesweit über das Fernsehen transportiert wurden. Heute liege der Schutz deutlich höher, so die StEB. Dennoch seien die Menschen weiterhin gefordert, sich auf mögliche zukünftige Hochwasserereignisse vorzubereiten.

Der 24. Dezember 1993 wurde für viele Kölner*innen zum traumatischen Erlebnis: In Köln wurde mit 10,63 Metern Kölner Pegel (KP) der höchste Wasserstand seit 1926 gemessen. Das sogenannte Jahrhunderthochwasser überströmte unter anderem die Stahlschutzwand in der Altstadt, da der damalige Hochwasserschutz dort nur ein sogenanntes Schutzziel von 10 Metern Köln Pegel hatte. Auch nach dem Hochwasserscheitel gingen die Fluten nur langsam zurück.

Spätestens mit dem erneuten Hochwasser im Jahr 1995 sei klar geworden, der Hochwasserschutz müsse deutlich verbessert werden, so die StEB. Seit 2008 hat man, bis auf den Retentionsraum im Kölner Norden bei Worringen, den neuen technischen Hochwasserschutz ober- und unterirdisch fertiggestellt: etwa durch über 10 Kilometer lange mobile Wände, sowie durch zahlreiche neue Schieber und Pumpwerke am Rhein. Die neuen Schutzziele betragen, je nach Rheinabschnitt, 10,70, 11,30 oder auch 11,90 Meter KP. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen lägen bei rund 430 Millionen Euro, so die StEB. Gelder, die vom Land NRW mitfinanziert wurden.

Dennoch sei auch private Vorsorge weiter unerlässlich, so Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln. „Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge ist immer eine Gemeinschaftsaufgabe von Kommunen und ihren Bürgerinnen und Bürgern.“ Im Hochwasserfall könnten Gebäude sowohl durch Oberflächen- als auch durch Grundhochwasser gefährdet sein. Das Wasser suche sich seinen Weg durch Lichtschächte, Kellerfenster, Türen, Fenster, Bodenplatten oder durchnässte Wände. Tipps zur privaten Vorsorge geben die StEB Köln auf ihrer Webseite. https://steb-koeln.de (red.)

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