StartLeben in PorzFinkenbergLiteratur, Historisches und Kunst aus den 1920ern

Literatur, Historisches und Kunst aus den 1920ern

Das Bürgerzentrum Finkenberg hat eine Veranstaltung zum "Buch für die Stadt" ausgerichtet

Das Bürgerzentrum Finkenberg hat die Tradition zur Beteiligung an der Reihe ein „Buch für die Stadt“ im Stadtteil wiederbelebt. Beim sogenannten „Lesemenu“ gab es als kulinarische Vorspeise Passagen aus „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher – dem diesjährigen Buch für die Stadt. Vorgelesen von Wolfgang Bastian und Regine Neuleuf.

Das Buch für die Stadt ist ein speziell ausgewähltes Buch, das seit 2003 jährlich zur Förderung von Literatur in Köln und der Region ringsum präsentiert wird. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Volker Kutschers Roman. Dieser spielt als Krimi im Berlin des Jahres 1929.

Im Nachgang zur Lesung begrüßte Moderatorin Ina Philippsen-Schmidt Historiker Dr. Fritz Bilz, zudem den Cineasten, Politiker und 20er Jahre-Kenner Arndt Klocke und Sebastian Werner, stellvertretender Geschäftsführer und Politikwissenschaftler bei der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, zu einer Podiumsdiskussion.

„Der thematische Bogen spannte sich vom Leben in Berlin und Köln in den 1920ern, über den Einfluss der Medien damals und heute, bis hin zu den Möglichkeiten, die das Genre Kriminalroman oder Verfilmungen bieten, um einem breiten Publikum Historisches näher zu bringen“, so Philippsen-Schmidt. Wichtig sei dies, so die Moderatorin, da von älteren Anwesenden bestätigt worden sei, dass die Zeit der 1920er und 30er Jahre in deren Schulzeit kein Inhalt des Schulunterrichts gewesen sei. Auch den Fragen „Was führte damals zur Machtergreifung der Nazis?“ und „Gibt es Parallelen zu heute?“ gingen die Podiumsteilnehmenden nach. Sylvia Buzas, Leiterin des Bürgerzentrums Finkenberg, zog im Anschluss ein positives Fazit: „Unsere Demokratie ist wehrhaft und bleibt es auch, wenn wir alle unseren Anteil dazu tun.“

Ebenfalls Teil der Veranstaltung war eine Schau von Kunstwerken von Nathalie Voigt, die sich mit den Themen Rassismus und Hetze auseinandersetzen. Zudem wurden historische Familienfotos aus dem Köln der 1920er Jahre von Ina Philippsen-Schmidt gezeigt.

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