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Naya Daruwala wird Neunte beim WM

Zwei Porzer Aktive vom Kanu-Club Zugvogel waren bei den Weltmeisterschaft im Kanu-Freestyle in den USA dabei

Zwei junge Sportlerinnen des Kanu-Club Zugvogel haben an den Weltmeisterschaften im Kanu-Freestyle im US-amerikanischen Columbus, Georgia teilgenommen. So reisten Naya Daruwala und Esta Fullmann zusammen mit ihrer Trainerin Sylvia Daruwala in die Staaten.

Bereits im Frühjahr schaffte Esta Fullmann die Qualifikation in der Klasse der weiblichen Jugend U18 im K1 Freestyleboot. Naya Daruwala, die auch im Vorjahr als Jugendliche in der Nationalmannschaft starten durfte, konnte mit 18 Jahren nun den Sprung zu den Erwachsenen schaffen. Dies gelang ihr nicht nur im K1 Freestyleboot sondern auch im Squirtboat, mit dem die deutsche Nationalmannschaft erstmalig seit Jahrzehnten wieder ein Frauenteam stellte.

Die Weltmeisterschaften wurden Mitte Oktober auf der Good Wave des Chattahoochee River zwischen Alabama und Georgia ausgerichtet. In Deutschland konnten sich die beiden Sportlerinnen nur auf dem Rhein im absoluten Flachwasser, zudem im bayrischen Plattling vorbereiten. Dementsprechend waren die Ziele beider für eine Weltmeisterschaft auf einer Welle nicht so hoch gesteckt. „Vielmehr galt es, den Sport, die Kontakte und die eigenen Leistungen auch auf anderen Gewässern auszubauen“, so Trainerin Sylvia Daruwala.

Naya Daruwala musste in einem geliehenen Squirtboat eines britischen Aktiven starten. Beim Squirtboat werden die Punkte für Flachwassertricks und auch für den Mystery-Move, ein Abtauchen in der Strömung, vergeben. Trotz fremdem Boot konnte sich Daruwala für das Halbfinale qualifizieren. Letztlich belegte sie einen beachtlichen weltweiten 9. Platz. Bei ihrem letzten Lauf zeigte sie einen Mystery-Move, bei dem sie bis zur Stirn abtauchte und ihre Punkte so nochmal steigern konnte. Im K1-Boot ginge beide Zündorfer Starterinnen ins Rennen und konnten nicht so viele Punkte wie erhofft einfahren. Eine Qualifikation für eine weitere Runde blieb so aus.

„Unsere beiden Sportlerinnen haben gezeigt, dass auch sie ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft sind“, so Trainerin Daruwala. „Die Blicke sind nun auf 2025 gerichtet. Dann findet die Kanu-Freestyle-Weltmeisterschaft in Deutschland statt.“ Neben dem typischen K1 wollen die Zugvögel auch in weiteren Bootsklassen wie dem Squirtboat und C1, knieend mit Stechpaddel, das Ticket für die nächste WM lösen. Letztlich ist die Teilnahme auch immer eine Frage von finanziellen Mitteln. „Da Kanu-Freestyle keine olympische Disziplin ist, werden leider auch für die Nationalmannschaft keine Fördergelder bereitgestellt“, so die Trainerin. „Aus diesem Grund müssen die Sportler und der Verein die Kosten selbstständig oder über Sponsoren tragen.“

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