StartLokalesGremberghovenSchilder, damit sich LKW nicht verfransen

Schilder, damit sich LKW nicht verfransen

Dass an diesem Montagmorgen gegen neun Uhr reichlich Fahrzeuge, darunter auch einige große LKW, auf der Rather Straße unterwegs sind, davon können sich alle Anwesenden ein Bild machen. Der Gremberghovener Bürgerverein um den Vorsitzenden Mustafa Kesmez und Werner Wilden hat zum Ortstermin an der Straße eingeladen. Mit dabei auch Bezirksbürgermeister Lutz Tempel.
Der Grund ist ein baulicher: Mit Start ab Anfang Oktober soll die Rather Straße auf der Länge der Bahnbrücken komplett gesperrt werden. Nur Fußgänger und Radfahrende behalten auf der Seite, auf der Straßenbeleuchtung steht, einen Durchgang.
Philipp Heinen von der bauumsetzenden „RheinNetz AG“ schildert vor Ort die Hintergründe: Die Arbeiten am Stromnetz seien nötig, um die unterirdische Stromtrasse dort an neue Anforderungen anzupassen. 110.000 Volt fließen durch die Leitungen. Die bisherigen Leitungen dementsprechend nicht mehr passend. „Die Kabel sind zu klein dimensioniert“, sagt er.
Den Bürgerverein beschäftigt vor allem die Frage, warum die Sperrung nicht während der Zeit, zu der die Brücke über die A59 am weiter östlichen Ende der Straße neu gebaut wurde, durchgeführt wurde. Die Rather Straße sei damals ohnehin gesperrt gewesen. Man habe das angedacht, aber schlicht keine Erlaubnis von der Stadt bekommen, auch diese Zuwegung damit zu sperren, erklärt Heinen.
Eine Vollsperrung der Straße sei nötig, weil eine einspurige Lösung aus mehreren Gründen nicht möglich sei, erklärt er. Auf Grund der Rundbrücken würden LKW dort meist mittig über die Straße fahren. Aber gerade dort lägen die Bereiche, um die bis zu zwei Meter tiefen Baugruben zu erstellen. Zudem würde eine Vollsperrung die Arbeiten deutlich beschleunigen.
Da man einmal die Straße öffne, würden gleich zudem auch noch neue Wasserleitungen, neben den 60 mal 80 Zentimeter messenden Betonpaketen, die die Stromleitungen behausten, gebaut. Eine nötige Kampfmittelsondierung hat bereits stattgefunden, so Heinen. Die Zufahrten zu den Deutsche-Bahn-Einfahrten auf der Strecke würden freigehalten.
Bezirksbürgermeister Lutz Tempel spricht indes das nötige und großräumige Beschildern der Maßnahme an. Schon an der Frankfurter Straße und der Kölner Straße müssten Fahrzeuge auf die Sperrung hingewiesen werden, sagt er, und bietet seine Hilfe an, auch noch einmal die Beschilderungspläne anzusehen.
Philipp Heinen sichert zu, Schilder-Wünsche aufzunehmen und nach Absprache mit der Stadt Köln umzusetzen.
Die Arbeiten sollen bis etwa Mai 2027 dauern und schlössen, so Heinen, den letzten Baustein zur Erneuerung des Ringnetzes, das den gestiegenen Anforderungen an Stromtransfer gerecht werde. „Wir machen die Arbeiten ja für die Gesellschaft und die Bürger. Nicht, um die Leute zu nerven“, so Philipp Heinen.

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