Fragen an Winfried Mudrack vom Fußballclub Germania Zündorf
Im Verein kennen ihn alle vor allem als Winni. Winfried Mudrack ist erster Vorsitzender vom FC Germania Zündorf. Ein Verein mit fast 500 Mitgliedern und vielen auch über seine Inklusionsarbeit im Fußball bekannt. Porz am Montag hat mit dem Vorsitzenden über seinen Club gesprochen.
Herr Mudrack, was macht den FC Germania für Sie aus?
Wir sind weit über die Grenzen von Porz hinaus für unsere Inklusionsarbeit bekannt. Gleichzeitig versteht sich der Verein aber auch als traditionsreicher Dorfverein mit sportlichen Ambitionen und als wichtige Ausbildungsstätte für Kinder und Jugendliche im Kölner Süden.
Was steht für diese Saison auf der Agenda?
Sportlich möchten wir mit unserer neu formierten ersten Mannschaft in der Kreisliga A möglichst früh einen sicheren Mittelfeldplatz erarbeiten, um dann am Ende im oberen Drittel zu landen. Mit Holger Schmitz als Trainer und Jakub Jarecki als Co-Trainer haben wir zwei erfahrene Fußballfachleute gewonnen, die unsere sehr junge Mannschaft hervorragend coachen und weiterentwickeln werden. Das gleiche Ziel gilt auch für unsere zweite Mannschaft in der Kreisliga B – möglichst schnell erfolgreich etablieren und nach Hinten raus eventuell noch den ein oder anderen Platz nach oben in der Tabelle klettern.
Wie schaut es in den anderen Bereichen fußballerisch aus?
Besonders freue ich mich über die Entwicklungen unserer Kinder- und Jugendabteilung. Unsere ehrenamtlichen Trainer engagieren sich mit großem Einsatz, verfügen über die entsprechenden Trainerqualifikationen und leisten hervorragende Arbeit bei der Ausbildung.

Was passiert neben dem Fußballfeld?
Dank unseres Hauptsponsors Edeka Hein steht uns seit Anfang des Jahres ein neuer Neunsitzer-Mannschaftsbus im Germania-Look zur Verfügung. Mit Unterstützung unseres Sponsors André Urban vom Porzer Rollladen Handel werden wir in Kürze außerdem eine neue digitale Spielstandsanzeige auf unserer Sportanlage einweihen können. Sehr erfreulich entwickelt sich zudem unsere „TOP-100-Germanenwand“, über die immer mehr Unterstützer den Verein fördern. Zudem konnten wir den Außenbereich unserer Vereinsgastronomie deutlich aufwerten.
Der Bereich Inklusion ist weiter ebenfalls wichtig?
Unser Abteilungsleiter Gökhan Erdek und sein gesamtes Team leisten hier seit Jahren außergewöhnliche Arbeit. Die Begeisterung innerhalb der Mannschaft ist beeindruckend. Darauf sind wir wirklich sehr stolz. Unsere Inklusionsmannschaft nimmt regelmäßig an nationalen und internationalen Turnieren teil und sorgt immer wieder für besondere Momente. Erst vor kurzem war das Inklusions-Team gemeinsam mit der FC-Stiftung zu Besuch in der Justizvollzugsanstalt Ossendorf. Viele dieser Projekte werden von den Medien begleitet und machen deutlich, welche gesellschaftliche Bedeutung Sport haben kann. Diese positive Entwicklung wirkt weit über die Inklusionsabteilung hinaus.
Wo lässt sich im Verein noch nachjustieren?
Natürlich gibt es immer einiges zu tun. Nach einem Wasserschaden im Vereinsheim steht zunächst die Wiederherstellung der Räumlichkeiten an. Gleichzeitig möchten wir die Infrastruktur modernisieren – dafür sind wir allerdings auf Fördermittel angewiesen. Auch unsere Duschanlagen müssen saniert werden. Der Kunstrasenplatz ist inzwischen über zehn Jahre alt und gemeinsam mit der Stadt Köln arbeiten wir an einer Erneuerung. Gleiches gilt für unsere Flutlichtanlage, deren Modernisierung wir im Herbst erwarten. Ein weiteres wichtiges Thema ist unsere Außendarstellung. Germania muss in Zündorf und ganz Porz noch sichtbarer werden. Deshalb investieren wir verstärkt in unsere Social-Media-Präsenz und planen verschiedene Aktionen.
Helfende Hände sind also willkommen?
Ich freue mich, wenn viele Menschen den Weg zu Germania finden – ob als Spieler, Ehrenamtliche, Mitglied, Sponsor oder einfach als Gast. Unser Verein lebt von der Gemeinschaft, und jeder ist bei uns herzlich willkommen.