Die Zeiten waren ein wenig anders: Als Maria Steinbach, damals noch Klinke, und ihr zukünftiger Mann Rudolf Steinbach sich am 3. August 1956 standesamtlich das Ja-Wort gaben, war die Hochzeitsreise geplant. Mit dem Fahrrad und mit Zelt ging es an die Mosel. Da die kirchliche Trauung allerdings noch fehlte, musste der jüngere Bruder mit und sollte sich nachts im Zelt zwischen den beiden platzieren.
Ob sich jener Umstand bis zur tatsächlichen kirchlichen Trauung am 24. November weiterführte, entziehe sich ihrer Kenntnis, berichtet Tochter Birgitt Ullrich scherzend.
Nun feiern ihre Eltern das 70. Jahr ihrer Ehe – die sogenannte Gnadenhochzeit, teils auch Platin-Hochzeit genannt.
Maria Steinbach, geboren am 25. August 1937, und ihr vier Jahre älterer Ehemann Rudolf, der am 15. Juni seinen 93. Geburtstag gefeiert hat, wohnen im gemeinsamen Haus in Eil. „Das Wohnhaus, in dem beide immer noch glücklich leben, hat mein Vater mit seinem bereits verstorbenen Bruder Stein auf Stein Mitte der 1950er Jahre selbst gebaut“, berichtet Tochter Birgitt.
„Mein Vater, ein waschechter Kölner, arbeitete bis zu seinem Ruhestand bei der KVB“, sagt sie. „Meine Mutter, bald 89, arbeitete bei Brüggelmann.“ (red./Lars Göllnitz)
Zur Hochzeitsreise mit dem Rad an die Mosel