StartLokalesPorzZiel sind 111 Adressat*innen

Ziel sind 111 Adressat*innen

„Weil es glücklich macht.“ „Man wird selbst auch beschenkt.“ „Es ist schön, auch etwas zurückgeben zu können.“ – Die Erfahrungsberichte und Kommentare der Ehrenamtlichen sind einhellig. Alle loben die im Stadtbezirk Porz angelaufene Initiative.

Unter dem Motto „Altersarmut kommt nicht in die Tüte“ engagiert sich das gemeinnützige Projekt Obstkäppchen um Carina Raddatz nun auch in Porz-Mitte und Umgebung. Bereits in Hennef, Hürth, Stuttgart oder auch Mönchengladbach sei man aktiv, erzählt Raddatz. Konkret bedeutet das in Porz: Immer am dritten Samstag des Monats trifft sich das Team, um gemeinsam zuvor über Spenden gekaufte Lebensmittel in Tüten zu verteilen und diese dann bedürftigen Menschen an die Tür zu liefern.
Die Zielgruppe: Menschen ab 65 Jahren, die nachweislich über wenige finanzielle Mittel verfügten, so Raddatz. 25 Personen sind es inzwischen in Porz-Mitte und Umgebung. 111 wolle man erreichen, sagt Raddatz.

In den Tüten stecken dabei Gemüse und Obst, Reis und ähnliche Produkte, aber auch mal ein kleiner Snack. Zudem gebe es immer ein aus den Produkten erstellbares Rezept, so Raddatz. Dafür arbeitet Obstkäppchen, dessen Name sich auch von der Märchenfigur Rotkäppchen, die Lebensmittel im Korb liefert, ableitet, mit einem Ernährungsberater zusammen, berichtet Raddatz.
Dass Rotkäppchen auch in Porz aktiv ist, geht auf die Initiative von Christiane Weigand vom „Förderverein der Sparkasse KölnBonn“ zurück, erklärt Brunni Beth, Seniorenkoordinatorin der AWO Köln und gleichsam Mitglied vom Runden Tisch Seniorenarbeit im Stadtbezirk Porz. Der Runde Tisch hat den Vorschlag dann mit weiteren Akteuren ausgearbeitet und umgesetzt.

Porz weise von allen Kölner Stadtbezirken einen besonders hohen Anteil an Menschen im Alter von über 60 Jahren auf, weiß Beth. Auch das Thema Altersarmut spiele hier eine Rolle.
Beim Ausliefern der ausgewählten Produkte achte man darauf, dass die selben Ehrenamtlichen auch immer bei den selben Seniorinnen vorbeischauten, erklärt Carina Raddatz. Oftmals würden sie dabei sehnlichst erwartet. Und auch eine der Ehrenamtlichen weiß, dass der Besuch manchmal auch über das tatsächliche Liefern der Produkte hinausgeht: „Jemand hat mir einmal gesagt, dass die Tüte toll sei. Aber besonders auch das Quatschen das Schöne sei“, sagt sie.

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Carina Raddatz (r.) und Obstkäppchen ist auch in anderen Städten aktiv. Foto: Göllnitz

Das Projekt wird in Porz von vielen Akteuren getragen. Spendende – möglich sind auch Unternehmen, so Raddatz -, könnten jederzeit dazustoßen. Zudem auch Ehrenamtliche, die die Tüten mit ihrem Privatfahrzeug ausliefern. Ort zum Tütenpacken ist der AWO-Standort an der Glashüttenstraße in Porz-Mitte. https://obstkäppchen.de

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