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Zero G wird zu Möbelstücken

Die Anlieferung im August 2015 war spektakulär. Das ehemalige Parabel-Flugzeug „Zero G“ hatte damals nach seiner Ausmusterung als Trainingsflugzeug für Schwerelosigkeit einen Platz auf einem Parkplatz am Flughafen Köln/Bonn erhalten. Per 700 Tonnen schwerem und etwa 60 Meter hohem Kran wurde das selbst 54 Meter lange und rund 80 Tonnen schwere Flugzeug vom nahen Rollfeld an diesen Ort gehievt.

Insgesamt zwölf Stunden dauerte die gesamte, über mehrere Monate geplante Hebeaktion am Flughafen. Ziel war es, das bereits im November des Vorjahres in Köln eingetroffene Flugzeug zu einer neuen Attraktion des Flughafens umzugestalten. Zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sollte „Zero G“ zu einem multimedialen Museum umgebaut werden.
So sollten die Maschine selbst, aber auch die vielfältigen an Bord durchgeführten Tests im Mittelpunkt stehen, hieß es damals. Insgesamt über 13.000 Parabeln, mehr als 5.000 Flüge absolvierte der Airbus A300 bis zu seiner Ablösung durch ein neueres Modell. Durch spezielles Auf- und Herunterfliegen kann mit Parabel-Flugzeugen für die Mitreisenden mehrere Sekunden Schwerelosigkeit erzeugt werden. So konnten wissenschaftliche Tests in Biologie, Physik oder auch Medizin durchgeführt werden.

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2021 fand eine Impfaktion im Flugzeug statt. Foto: Göllnitz

Nun, nach fast genau elf Jahren als Ausstellungsstück und Ort für Führungen verlässt das Flugzeug den Airport. Die belgische Firma „PartsCare“ baut den Flieger zurück. Aus den Einzelteilen sollen unter anderem Möbelstücke oder auch Dekoelemente gefertigt werden, heißt es von Seiten des Flughafens. Demnach sei „PartsCare“ auf die Weiterverwertung und das Upcycling von stillgelegten Flugzeugen spezialisiert. Rund sechs Wochen lang sei das Flugzeug an Ort und Stelle demontiert worden, wie Marco Schulz, strategischer Projektleiter am Flughafen, in einem Social-Media-Video erklärt. Zu 70 Prozent entstünden so neue Produkte aus dem Flieger. Auch etwa Anhänger. Der Flughafen indes plane, die Finne, also das Heckruder, aufbereiten zu lassen und dann an einem noch nicht definierten Ort am Flughafen aufzustellen, so Schulz.

Interessierte, die einen Teil des Fliegers für zu Hause erwerben möchten, können online Kontakt aufnehmen: https://www.partscare.aero/contact-us

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