Zündorf/Urbach – „Es gibt keinen Leistungsdruck. Jeder kommt an den Ball“, sagt Soufian Arrabhi. Er ist Co-Trainer beim Walking-Football-Team der Stiftung des 1. FC Köln. Einmal in der Woche, immer dienstags ab 10:30 Uhr, wird am Geißbockheim zusammen gespielt – für all jene, die möchten.
Denn beim Walking Football könnten alle mitmachen, so Arrabhi. Egal welchen Alters, Geschlechts und ob mit oder ohne Behinderung. Anfang der 2010er Jahre wurde die Variante des Fußballs, bei der jede Laufbewegung mit oder ohne Ball verboten ist, in England entwickelt. Ende der 10er-Jahre kam Walking Football dann nach Deutschland. Gespielt wird in kleinen Teams und ohne Torwart. Die Tore sind drei Meter breit und einen Meter hoch. Strafstöße werden von der Mittellinie ausgeführt.

Die FC-Stiftung möchte das Angebot nun in den Stadtbezirk Porz tragen. Möglichst dann auch in lokalen Vereinen verankern, wie Tanja Reinisch von der Stiftung erklärt. Beim FC Germania Zündorf, der auch stark im Inklusionsbereich aktiv sei, sei man direkt auf offene Ohren gestoßen, so Reinisch. Hier wird fortan, für alle Interessierten offen, mittwochs ab 18 Uhr gespielt. Beim RSV Urbach gibt es das Angebot der Stiftung montags ab 18:30 Uhr. Total schön sei es auch, wenn sich zum Beispiel Senior*innen angesprochen fühlten, mitzumachen, sagt Rheinisch. Aber generell sei Walking Football für alle Altersklassen geeignet.
„Hauptsache, die Menschen machen etwas Sport und bewegen sich“, findet auch Mohamed Kourat. Er ist einer der Trainer der Inklusionsmannschaft beim FC Germania und so auch beim Walking Football seines Clubs vor Ort. Dass man überhaupt nicht laufen dürfe, sei für ihn schon eine Umstellung, sagt er. „Man braucht etwas Zeit, um reinzufinden. Viel geht auch über Taktik im Spiel“, findet er.