Die Aufführungen seien auch immer ein wenig wie ein Familientreffen, so Lehrer Sascha Klein in seinen einleitenden Worten. Ehemalige Kolleg*innen, Schüler*innen, zudem Eltern und weitere Interessierte warten im voll besetzten Rathaussaal gespannt auf das, was das Ensemble der Max-Planck-Realschule vorbereitet hat.
Regelmäßig präsentiert die Schule ein Musical. In diesem Jahr unter dem Titel „Arabische Nächte“. Und so erwartet die Besucher*innen schon im Foyer an Kasse und Getränkestand ein stimmiges Bild. Alle, die dort tätig sind, tragen zum Stück passende Kopfbedeckungen.
Ohnehin ist das Stück in allen Teilen und Phasen stimmig. Umfangreiche Bühnenbilder, Kostüme, detaillierte Inszenierungen bis in die kleinste Nebenrolle. Mit all dem wartet das Stück auf, das Lehrer Klein maßgeblich umsetzt. Unterstützt von vielen aktiven Lehrer*innen, wie den Kolleg*innen Silke Cremer, Anna Schmorleiz, Christine Ronge oder auch Nils Gutschke, die sich um Gesang, Tanz oder auch um Technik und Maske kümmern. Und von jenen, die allen während der Vorbereitungen in der Schule den Rücken freihielten, wie Klein dankend sagt.
In den Hauptrollen überzeugen neben vielen weiteren Akteuren auf der Bühne, Adam Khenousse als Aladdin, Shadi-Marie Gerardi als Prinzessin Jasmin und Alisha Njoya als Flaschengeist Dschinni, die zudem auch mit reichlich Humor in ihrer Rolle aufwartet.
Und auch ein paar aktuelle Zeitbezüge gibt es: Flaschengeist Dschinni ruft Alexa zum Timer-Starten auf und präsentiert Werbeplakate mit Gesichtern, die nicht ganz ohne Grund teilweise sehr stark an Lehrer*innen der Schule, wie Schulleiter Max Knickenberg, erinnern.
Im Stück, das von viel Musik getragen wird und für dessen Drehbuch Sascha Klein verantwortlich zeichnet, hegt Prinzessin Jasmin den Wunsch nach einem freien und als Frau gleichberechtigten Leben. Aladdin indes träumt davon, sein Potenzial ausschöpfen zu können. Und so trägt das Stück auch eine allgemeingültige Botschaft in sich.
Dabei werde die umfangreiche und aufwendige Inszenierung auch durch verschiedene Spenden möglich gemacht, so Klein. Der Bürgerverein Porz-Mitte hat erneut 2.000 Euro von einem Rückversicherer vermittelt. Auch Privatpersonen und Stiftungen steuern Gelder bei. Gepaart mit dem umfangreichen Engagement aller Beteiligten wird die Inszenierung, die zweimal für ein öffentliches Publikum abends, zudem zweimal vormittags für ein Schulpublikum aufgeführt wird, zum nicht nur im Schulvergleich Maßstäbe setzenden Unterfangen.
„Das Stück erzeugt in der Umsetzung immer ein besonderes Gemeinschaftsgefühl in der Schule“, so Lehrer Sascha Klein. Und bietet besondere Momente: So wie jener, als eine Video-Sequenz mit fliegendem Teppich vorab in den TV-Studios der RTL-Serie „Alles was zählt“ gedreht werden konnte. Möglich gemacht durch einen Vater, wie Klein berichtet.


