Mit einem symbolischen Spatenstich am 16. Juni hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Bau eines zentralen europäischen Knotenpunkts für sichere Satellitenkommunikation gestartet. Der sogenannte GOVSATCOM-Hub (Governmental Satellite Communications) soll künftig eine zentrale Rolle für die Sicherheit Deutschlands und Europas einnehmen. Vor Ort sollen dann sensible Kommunikationsdienste für Behörden und Einsatzkräfte gebündelt werden.

Durch den neuen Hub in Köln übernimmt Deutschland eine Führungsrolle beim Aufbau einer souveränen und widerstandsfähigen europäischen Infrastruktur, so das DLR. In dem neuen Gebäude erfolge nach Fertigstellung das sogenannte „Pooling und Sharing“ – eine effiziente Verschaltung von Service-Anbieter und Service-Nutzer für behördliche und sensible Anwendungen.
Beim Spatenstich waren Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, zudem auch Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester vor Ort.
Das Neubauprojekt basiert auf einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW). NRW unterstützt das strategische Großprojekt mit einer Investition von bis zu 50 Millionen Euro. Der Kölner Hub soll künftig einer von zwei zentralen europäischen Knotenpunkten im Rahmen der EU-Raumfahrtprogramme zur staatlichen und kommerziellen Satellitenkommunikation sein.
„Der GOVSATCOM-Hub in Köln ist ein wichtiger Baustein europäischer Handlungsfähigkeit in Krisensituationen. Er stärkt die sichere Satellitenkommunikation in Europa und trägt dazu bei, dass Staaten, Behörden und Einsatzkräfte auch in Krisensituationen verlässlich und souverän kommunizieren können“, so Ministerpräsident Wüst. (red.)