„Zu oft wird wertvolle Zeit verschenkt, in der Schmerzen noch gut behandelbar wären“, so PD Dr. Henning Krep, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie im Krankenhaus Porz am Rhein. Zusammen mit rund 150 Kliniken, Praxen, Apotheken und Pflegeeinrichtungen hat sich das Porzer Krankenhaus am 2. Juni am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ beteiligt.
Dazu gab es einen Informationsstand im Foyer des Krankenhauses, an dem sich Betroffene und Interessierte über die Behandlungsmöglichkeiten von chronischen Schmerzen informieren und fachärztlich beraten lassen konnten.
„Wer früh professionelle Hilfe erhält, hat die besten Chancen auf eine erfolgreiche Therapie“, so Krep. Bestenfalls könne so wieder eine aktive Teilnahme am Leben ermöglicht werden, sagt der Mediziner.
Wichtig sei es auch, Betroffenen die Gefahren der Chronifizierung von Schmerz aufzuzeigen und darüber zu informieren, welche Möglichkeiten sie hätten, um dies zu verhindern. „Frühe Intervention verbessert nicht nur die Prognose, sondern kann das Leben der Betroffenen nachhaltig erleichtern und bestenfalls verhindern, dass sie lebenslang Schmerzen haben“, so Henning Krep weiter.
Der 2012 vom Verein Deutsche Schmerzgesellschaft ins Leben gerufene Aktionstag möchte auch auf die, so der Verein, oft unzureichende Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen aufmerksam machen. Ob Tumorschmerzen, Nervenschmerzen, Kopf- oder Rückenschmerzen, mehrere Millionen Menschen in Deutschland litten unter chronischen Schmerzerkrankungen, heißt es von Seiten der Deutschen Schmerzgesellschaft. https://www.schmerzgesellschaft.de (red.)