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Wollen etwas Nachhaltiges schaffen

„Ziel ist ein Mural. Keine Schmierei.“ Luka Saliba alias Daimesart ist Graffitikünstler. An diesem Nachmittag sitzt er an einem Tisch und einer Bank – ausgestattet mit Stiften, Papier, Bildern und reichlich Ideen. Vor ihm einer der Jungs, die das offene Jugendangebot auf dem Platz zwischen Café Wanda und Edeka-Markt besuchen. Er zeichnet ein erstes Graffitibild, das er später gerne auch mit der Dose an einer Wand umsetzen möchte. Saliba hilft ihm dabei.

An jedem letzten Freitag findet in Wahn, nahe des Schlosses, das Jugendangebot statt. Zudem gibt es eine Tischtennisplatte, eine Dartscheibe, Hotdogs und auch Tischkicker. Umgesetzt wird das Angebot von der JobWerk gGmbH aus Finkenberg. Zusammen mit der Diakonie Michaelshoven und dem Theater Impuls bespielen sie mehrere Jahre das „Zukunftsquartier Wahn“ – finanziert von der Rhein Energie Stiftung.

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Luka Saliba alias Daimesart arbeitet mit den Jugendlichen an Graffitientwürfen. Foto: Göllnitz

Margit Tschöpe ist Bereichsleiterin für soziale und berufliche Integration bei der JobWerk gGmbH und maßgeblich für den Jugendtreff zuständig. Zu wenig Anlaufstellen gebe es im Stadtteil für Jugendliche, beklagt sie. Diese suchten sich andere, öffentliche Orte. Probleme mit Anwohnenden blieben so nicht aus. Für den Jugendtreff kooperiert sie deshalb auch mit den drei für den Stadtbezirk Porz zuständigen Streetworkern der Stadt. „Wir beraten und unterstützen junge Erwachsene bei allen Themen“, erzählt Mustafa Kharribou, einer der drei Streetworker, zusammen mit Marcus Wagner und Maike Jardzejeweski. Das Feld Berufsfindung sei ebenfalls ein großer Bereich.
Probleme entstünden vor allem, wenn es Konfrontationen mit Anwohnenden gebe, sagt Kharribou. Laute Musik, Müll seien Themen. Manchmal läge es aber auch nicht an den Jugendlichen, so Kollegin Jardzejeweski. Auch Anwohnende müssten Verständnis mitbringen. Es sei normal, dass sich Jugendliche träfen, findet auch Margit Tschöpe. „Das haben wir doch alle so gemacht.“ In Wahn fehle es aber eben an Treffpunkten. Etwa einem Jugendzentrum.
„Ich habe da Visionen. Wir wollen etwas Nachhaltiges schaffen“, so Tschöpe. Projekte seien in der Planung. Das offene Jugendangebot, auf der von der Eltz’schen Verwaltung erlaubten Fläche, soll auch im Winter weitergehen. Margit Tschöpe hofft, bis dann noch mehr Engagierte, vielleicht auch einen winterfesten Ort, zu finden. „Wir brauchen eine Überdachung oder so. Die Leute können sich melden.“

Der Jugendtreff ist kostenfrei in der Teilnahme und findet am letzten Freitag im Monat zwischen 17 und 21 Uhr statt. Margit Tschöpe ist per Mail an margit.tschoepe@jw-porz.de erreichbar.

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