Der beste Schutz sei es, mögliche Brutstätten auf dem eigenen Grundstück zu beseitigen, so das Gesundheitsamt der Stadt Köln. Die Asiatische Tigermücke konnte im vergangenen Jahr in vier Kölner Stadteilen nachgewiesen werden. In den kommenden Monaten sei wieder mit einem Auftreten von Tigermücken in Köln zu rechnen, so das Amt. Die ersten Tigermücken schlüpften demnach meist im Frühjahr aus Überwinterungseiern. Außerdem könnten Tigermücken über den privaten und geschäftlichen Reiseverkehr sowie Gütertransporte nach Deutschland gelangen. Mildere Winter begünstigen die Ansiedlung der ursprünglich aus Südostasien stammenden Tigermücke.
Mit einer Größe von drei bis acht Millimetern ist die Asiatische Tigermücke kleiner als andere Mückenarten. Das Insekt hat ein auffälliges Schwarz-Weiß-Muster am ganzen Körper und eine markante weiß-silbrige Linie, die mittig über Kopf und Rücken verläuft. Auffällig sei auch, dass das hinterste Beinpaar mit weißer Spitze ende, so das Amt.
Die Beschwerden nach einem Stich durch die Tigermücke unterschieden sich nicht von anderen Mückenstichen. Dennoch könne die Asiatische Tigermücke jedoch Virusinfektionen wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus übertragen. Dabei trägt die Tigermücke die Krankheitserreger nicht von Natur aus in sich. Um die Krankheitserreger zu übertragen, muss die Mücke zunächst einen infizierten Menschen stechen, so das Amt.
Maßnahmen, um mögliche Brutstätten auf dem eigenen Grundstück zu verhindern, seien das Ausleeren von Wasseransammlungen, bei einem Befall die Wasserbehälter zu leeren und gründlich mit heißem Wasser und kräftigem Abschrubben zu reinigen, zudem auch Regenrinnen regelmäßig von Laub und Schmutz zu befreien, damit Wasser ablaufen könne, so das Amt.
Wenn als Brutstätten erkannte Wasseransammlungen in Gebieten mit nachgewiesenen Tigermücken nicht beseitigt werden könnten, so könnten die verbliebenen Brutmöglichkeiten vierzehntäglich mit Bti-Tabletten behandelt werden. Diese Tabletten beinhalten einen Eiweißstoff, der nur für die Larven weniger Mückenarten tödlich ist.
Das Gesundheitsamt der Stadt Köln bittet alle Kölner*innen, Funde der Tigermücke per E-Mail an tigermuecke@stadt-koeln.de zu melden. Auffällige Mücken können an den Mückenatlas gesendet werden, damit dort eine Bestimmung vorgenommen werden kann. Hinweise zur Verpackung und zum Versand von Tigermücken gibt es auf einer passenden Internetseite. https://www.mueckenatlas.com (red.)