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Verwechslungsgefahr und Entwarnung

Pünktlich zu Beginn der warmen Tage ist an oftmals Sträuchern und Bäumen, wie Weißdorn, Faulbaum, Pfaffenhütchen oder Traubenkirschen, ein feines Gespinst zu beobachten – in Kombination mit einem kompletten Kahlfraß. Veursacher sind Gespinstmotten. In Mitteleuropa fänden sich gut 70 Arten, die jeweils sehr spezifisch eine bestimmte Pflanzenart fressen würden, so das Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen in einer Meldung. Die Raupen seien aber für Menschen und Pflanzen komplett harmlos, heißt es. Auch die Pflanzen schlagen nach dem Auftreten der Raupen meist im selben Jahr wieder aus.

„Sobald die Gespinste auftauchen, bekommen wir Nachrichten von aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern, die sich Sorgen machen, ob hier nicht ein Befall mit Eichenprozessionsspinnern vorliegen könnte“, so der Entomologe und Geschäftsführer des Umweltbildungszentrum Leidenhausen, Robert Schallehn. „In der Regel können wir hier aber Entwarnung geben. Ist der Fundort des Nests nicht auf einer Eiche, so ist sicher, dass es kein Eichenprozessionsspinner sein kann.“

Eichenprozessionsspinner lebten demnach ausschließlich auf Eichen. Zudem hätten die Raupen gut sichtbare lange Haare, während die Gespinstmotten „nackt“ seien.

„Glücklicherweise ist das Auftreten von Eichenprozessionsspinnern bedeutend seltener, als die sehr häufigen und auffälligen Gespinstmotten“, so Schallehn. „Zurzeit sitzen die Raupen der Eichenprozessionsspinner in den Baumkronen und sind überhaupt nicht zu sehen. Erst frühestens ab Juni findet man die Raupennester an den Baumstämmen der Eichen.“ (red.)

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