StartBildungKitaLukas-Kita wird zur interreligiösen Kölner Friedens-Kita

Lukas-Kita wird zur interreligiösen Kölner Friedens-Kita

Einen ersten Ansatz habe es mal in Berlin gegeben. Zudem in Pforzheim. Insgesamt sei das Konzept aber neu und in der Entwicklung, erklärt der evangelische Pfarrer Rolf Theobold. Konkret meint er die Weiterentwicklung der Lukas-Kita zur interreligiösen Kölner Friedens-Kita. Dazu soll die Einrichtung mit Lage an der Poststraße hinter der Lukaskirche in den kommenden Jahren schrittweise umgebaut werden.

Sie solle dabei eine Kita werden, in der Religionen im Alltag eine Rolle spielen sollen, nicht nur spielen dürfen, erklärt Franziska Lang. Sie ist eine der beiden Geschäftsführerinnen der Diakonie Michaelshoven Kindertagesstätten gGmbH, die seit gut fünfzehn Jahren Träger der Einrichtung ist. Eigentümer von Immobilie und Grundstück ist die evangelische Kirchengemeinde, die die Kita ursprünglich baulich neu- und auf vier Züge ausbauen wollte. Die Kita ist Teil des Ensembles, das die Gemeinde gerade zum Quartiersareal umgestaltet.

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Die Lukas-Kita liegt unweit der namensgebenden Kirche. Foto: Göllnitz

Nach Kostenanstiegen, so Theobold, soll das Haus nun zweizügig mit zwei Gruppen für Kinder über und unter drei Jahren bleiben. Eltern, Kita-Leiter Thilo Reiss und sein Team seien in den Prozess der Umgestaltung eingebunden, so Lang. „Das Team steht dahinter. Wir freuen uns drauf“, erklärt Reiss. Auf ihn und sein Team warteten nun einige Fortbildungen.
Trotz der Neuausrichtung dürfe allerdings Religion kein Auswahlthema bei der Kita-Platz-Suche sein, findet Franziska Lang. Es gehe darum, dass sich die Familien mit dem Ansatz identifizierten. „Das Konzept soll der Attraktor für Eltern und Personal sein“, findet auch Pfarrer Theobold.
Die Kita sei schon immer offen für andere Religionen gewesen, so Lang. Dass man aber jetzt trotz vielleicht anderer Einstellungen und Erfahrungen den Weg nun gemeinsam gehe, sei besonders, findet auch Rafet Öztürk vom Referat für Dialog und Zusammenarbeit von der Religionsgemeinschaft DITIB, die ebenfalls mit beteiligt ist. Ein Beirat verschiedener Religionsgemeinschaften soll den Prozess der Gestaltung begleiten, so Theobold.

Inspiriert worden ist die neue Lukas-Kita vom Kölner Friedenskindergarten in Tel Aviv-Yafo. Der Austausch mit der konzeptähnlichen Kita dort soll so weiter vertieft werden. In der Initiativgruppe zur Friedens-Kita in Köln ist so auch Monika Möller vom Städtepartnerschaftsverein Köln – Tel Aviv-Yafo mit dabei. Die dortige Kita wurde 1988 eröffnet und existiere trotz aller Umstände weiter, so Theobold.

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