Schon im Foyer im Untergeschoss des Haus des Waldes gibt es den ersten Vorboten der Ausstellung. Direkt an der Treppe startend, ranken von hier aus mintgrün bemalte Zweige mitsamt eines Lichtschlauchs bis ins Obergeschoss. Hier bespielen sie den Deckenbereich und münden schließlich in einer Mitmachecke.
Die von Künstlerin Cordula Körber zusammen mit Berufsschüler*innen des Richard-Riemerschmid-Berufskollegs entwickelte Installation ist mit kleinen Gedichten gespickt, die die Ehrenamtlichen des Haus des Waldes und die Schüler*innen aufgeschrieben haben.
Das Kunstwerk ist Teil des ersten Moduls der neuen Ausstellung zum Thema Wald, die das Haus des Waldes und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit konzipiert und in Auftrag gegeben haben. Während die zwei weiteren Teile im Giebelraum bis Mitte 2027 fertig sein sollen, ist der erste Teil nun begehbar. Dabei richtet sich die interaktive Schau, die die Frage stellt, was man persönlich für den Wald tun kann, an ein breites Publikum. „Im besten Fall kommt die ganze Familie auf ihre Kosten“, so Dunja Karabaic vom Kölner Thinktank „Ökorausch“, der die Ausstellung umsetzt. Sieben real große Holzfiguren, die allesamt Persönlichkeiten repräsentieren, die etwas für den Wald getan haben, und zudem Rückepferd Bruno sollen die Besucher*innen zum Anschauen, Wissenaufnehmen und Mitmachen animieren.


An allen Stationen, wie der großformatigen Wand zum Puzzlen, einer Kriechhöhle oder auch einer im Raum installierten Höhle, gibt es verschiedene Blickwinkel auf den Wald zu erfahren. So auch an den an mehreren Orten platzierten Ferngläsern, die zum genauen Betrachten des Kunstwerks im Deckenbereich dienen.
Bei der Konzeption sei es wichtig gewesen, dass viele der in hellen und frischen Farben aufgestellten Holzelemente variabel seien, so Jürgen Hollstein vom Vorstand des Freundeskreises Haus des Waldes e.V.. Der Raum könne so auch weiter für Veranstaltungen genutzt werden. Bis zu 90 Stühle finden dann Platz.

Die Neugestaltung der Ausstellung im ebenfalls neu gestalteten Haus des Waldes koste rund 400.000 Euro, so Hollstein. Insgesamt drei Förderer, zudem eine motivierende Großspende, wie Hollstein es nennt, machten die Umsetzung möglich. Die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sorgt für die Finanzierung des ersten Moduls. Die Module zwei und drei machten die NRW-Stiftung und der Landschaftsverband möglich, so Hollstein weiter.
Um die Ausstellung zu bespielen, sind viele Ehrenamtliche nötig. Die ersten Sonntage zwischen 11 und 16 Uhr seien gedeckt, andere Termine noch offen, berichtet Renate Koziolek vom Koordinationsausschuss. Die Tätigkeit sei eine sehr sinnstiftende und spannende Aufgabe. Neulinge würden herangeführt und geschult und kämen in ein tolles Team, so Koziolek. Interessierte an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Ausstellung können sich per Mail melden: swd-nrw-koeln@netcologne.de.