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Zum Auftakt gerne eine Dattel

Es ist Dienstagabend in der Mevlana-Moschee an der Bahnhofstraße in Porz-Mitte. Im großen Raum unter dem Gebetsraum sind mehrere Tische gedeckt. Auf dem Esslöffel neben dem kleinen Suppenschälchen für die Vorspeise liegt eine Dattel. Es ist nach achtzehn Uhr und bald kann das Fastenbrechen im Ramadan beginnen.

„Wir eröffnen traditionell das Fastenbrechen immer mit einer Dattel,“ erzählt Hüseyin Kaya. Er ist Schriftführer des Vereins Ditib, der die Moschee in Porz betreibt. Auch an diesem Abend im Fastenmonat hat die Gemeinde öffentlich eingeladen. Das mache man mehrfach im Ramadan, so Kaya. Es gibt Salat, Suppe, süße Gebäck-Kleinigkeiten und Tee zum Nachtisch, Reis, Kartoffelgratin, Kichererbsen und Fleisch als Hauptgang. Dazu Wasser und Tee.

Und ein Rahmenprogramm: Darunter ein Tischgebet und eine Rezitation aus dem Koran, die Imam Metin Karan melodisch vorträgt. Wer auf Reisen oder krank sei, der könne später für die gleiche Anzahl an Tagen fasten, heißt es darin.

„Man präferiert zum Fastenbrechen keine harten Speisen“, erklärt Kaya. Das sei ein Zeichen für Bescheidenheit. Der Fastenmonat Ramadan sei eine Zeit, in der man entschleunige, zum Spirituellen zurückkehre, in dem man sich auf das Wesentliche im Leben konzentriere, sagt Kaya.

In diesem Jahr fällt der muslimische Fastenmonat Ramadan auf die Zeit des christlichen Fastens. Je nach Sichtung der Mondsichel dauert der Ramadan 29 oder 30 Tage. Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang darf nicht getrunken, gegessen oder geraucht werden. Auch Sex ist tabu.

Rund 700 Mitglieder zähle die Gemeinde in Porz-Mitte, so Kaya. Das Einzugsgebiet sei aber weit größer. Rund 8.000 Personen kämen regelmäßig zum Beten.

„Wir haben aktuell eine schwierige und herausfordernde Zeit. Wir sollten uns als Menschen in Porz auf die Gemeinsamkeit konzentrieren“, sagt Hüseyin Kaya während der Hauptgang gereicht wird. „Wir sollten zusammenhalten und aufeinander achtgeben.“ Am 30. August findet im nahen Jugend- und Begegnungszentrum Glashütte das Fest der Religionen in Porz statt. Ausgerichtet vom Arbeitskreis der Porzer Religionen, zu dem auch die muslimische Gemeinde gehört.

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