Stadtbezirk Porz – Seit dem 20. Februar sucht die Stadt Köln erneut Bewerberinnen für den Else-Falk-Preis. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre an Frauen verliehen, die durch ihr Wirken in Köln die Gleichberechtigung von Frauen und Männern voranbringen.
Mit dem Else-Falk-Preis setze man ein deutliches Zeichen für eine gerechte Gesellschaft und ehre Frauen, die als Vorbilder vorangingen, so die Stadt. Oberbürgermeister Torsten Burmester soll den Preis am 2. Oktober bei einem Festakt im Kölner Rathaus überreichen. Neben dem Preisgeld erhält die Preisträgerin eine Trophäe, die in einem Kooperationsprojekt mit der ecosign/Akademie für nachhaltiges Design von der Studentin Ayla Gillessen entworfen wurde.
Vorschläge für Frauen, die sich in besonderer Weise um die Gleichberechtigung in Köln verdient gemacht haben, können bis zum 20. Mai von Einzelpersonen oder Gruppen eingereicht werden. Der Preis basiert auf einer Initiative des Arbeitskreises Kölner Frauenvereinigungen (AKF), einem Netzwerk aus mehr als 40 Frauenorganisationen, und wurde erstmals 2020 verliehen.
Namensgeberin Else Falk (1872 bis 1956) war eine der bedeutendsten Frauenrechtlerinnen der Weimarer Republik. Als Vorsitzende des Stadtverbands Kölner Frauenvereine prägte sie das soziale und politische Leben der Stadt. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wurde sie 1933 von den Nationalsozialisten aus ihren Ämtern gedrängt und zur Emigration gezwungen. (red.)