Vielleicht sei es für ihn die einzige Matinee, die er moderiere, mutmaßt Präsident Dieter Zimmermann. Bis 2030 soll die KG Porzer Stadtgarde auf eigenen Beinen stehen, sagt er dem Publikum im Jugend- und Begegnungszentrum Glashütte, wo die knapp 80 Mitglieder der noch eher jungen Gesellschaft mit Gästen das elfte Jahr ihres Bestehens begehen.

Im Karneval sei der elfte der erste richtige Geburtstag, so Holger Harms, Präsident des Festausschusses Porzer Karneval, in seiner Ansprache. Die Stadtgarde sei damit aus den Kinderschuhen raus und inzwischen etabliert im Porzer Karneval. Dabei engagieren sich die Aktiven der KG nicht nur im närrischen Treiben. Auch das Porzer Weinfest am Rheinufer in Porz-Mitte und eine Wunschbaumaktion in der Vorweihnachtszeit im Zentrum organisiert die Stadtgarde. „Es ist sehr viel, was wir machen“, so Zimmermann. „Vielleicht sogar etwas zu viel“, sagt er selbstkritisch. Seine KG sei besonders stolz darauf, das Porzer Brauchtum mit zu bewahren. Das sei den Aktiven eine Herzensangelegenheit. „Aber wir vergessen auch nicht, wo unsere Wurzeln liegen“, so Zimmermann. „Der Karneval ist unser Zuhause.“
Aus dem Bestreben, hier aktiv zu sein, ist die KG auch entstanden. 2015 hatte eine Gruppe Karnevalistinnen nach dem Porzer Rosensonntagszug den Wunsch, einen eigenen Verein zu gründen. Am 15. April 2015 wurde die Idee Realität. Zimmermann war schon damals als Präsident des inzwischen zwölfköpfigen Vorstands dabei.

Bereits frühzeitig etablierten die Blau-Roten ein Damenkomitee, ein Gardecorps und eine Tanzgruppe. 2016, im zweiten Jahr der KG, kam eine Kindertanzgruppe hinzu. Eine, die in diesem Jahr in neuen Kostümen aufwartet, wie Zimmermann am Rande der Matinee berichtet. Er freue sich, dass seine Stadtgarde wahrgenommen werde. Zur Matinee sind nicht nur der Festausschuss und das Dreigestirn, auch eine Abordnung des Bundes Deutscher Karneval mit der Ortsgruppe Rhein-Berg, zudem Vertreterinnen anderer Vereine und Gesellschaften vor Ort.