StartLokalesGremberghovenWir hoffen, irgendwann wieder öffnen zu können

Wir hoffen, irgendwann wieder öffnen zu können

Seit September sei keine Veranstaltung und Nutzung mehr möglich im Bürgertreff am Talweg, berichtet der erste Vorsitzende der Bürgervereinigung Gremberghoven. „Man spürt, es fehlt etwas, seitdem das so ist“, so Mustafa Kesmez. Einzig das regelmäßige Frühstück für Senior*innen habe in der nahen Grundschule einen Ausweichort gefunden. Andere Aktivitäten ruhen seitdem.

Auslösender Grund sei eine Beschwerde einer Nachbarin auf der anderen Straßenseite, gegenüber der einst als Bäckerei genutzten Räume des Bürgervereins, gewesen, sagt Kesmez. Dieser sei es zu laut gewesen. Dabei hätte es nur selten im Jahr Veranstaltungen auch auf der Terrasse des Treffs gegeben, so der Vorsitzende. Nachdem die Beschwerde bei der Stadt eingegangen war, hat diese zudem einen fehlenden Nutzungsänderungsantrag festgestellt. Seit August 2012 mietete und nutzte der Bürgerverein die Räumlichkeiten. Schon bei den vorherigen Mietenden, der Bäckerei und einem Versicherungsbüro, habe dieser Antrag gefehlt, berichtet Cenk Kay, Geschäftsführer des Bürgervereins.

Einher ging so für den Bürgerverein, dass auch räumlich einiges angepasst werden musste. Einiges ist passiert. Wie etwa das Finden eines Stellplatzes. Anderes, Maßnahmen in Sachen Lärmschutz und Brandschutz, seien noch offen. Dafür suche man gerade einen oder eine Architektin, so Kesmez. Für andere Aktivitäten am Haus hilft bereits eine andere Architektin aus Porz. Sie habe eigentlich in Rente gehen wollen, erzählt Kesmez, und habe das Projekt als ihren letzten Auftrag angenommen.

Eine Frist der Stadt Köln, alle Maßnahmen umzusetzen, läuft Anfang Februar aus. Man sei optimistisch, dass sich alles regeln lasse. Wenngleich der Vermieter der Räume nicht unterstützen wolle, so Kesmez. Auch mit der Nachbarin wolle man noch mal das Gespräch suchen. „Von Frau zu Frau“, sagt Schatzmeisterin Petra Lindemeier. Sie und der elfköpfige Vorstand hoffen auch weiter, auch Sponsoren und Unterstützende umwerben zu können. Die Hilfe im Stadtteil sei oft groß, so Kesmez, Lindemeier und Kay. Auch Unterstützung von politischer Seite erhoffe man sich, sagen sie. „Aktuell können wir hier im Talweg nicht mal Vorstandssitzungen abhalten. Wir müssen immer ausweichen.“

Die nicht stattfindenden Angebote hätten teilweise auch dazu geführt, dass Mitglieder ausgetreten seien. „Der Bürgertreff ist der einzige soziale Treffpunkt im Ort. Wir hoffen einfach, bald wieder öffnen zu können“, so Mustafa Kesmez.

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