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Holzworkshop für Studierende erneut auf Gut Leidenhausen

Ein richtiger Brummer sei er gewesen, der Baum, sagt Andreas Krupa, Fachlehrer im Institut für Konservierung und Restaurierung an der Technischen Hochschule Köln. Zusammen mit seinen Studierenden des ersten und dritten Semesters hat er den Baum zu Fall gebracht. Konkret eine Grandies-Tanne, eine amerikanische Küstentanne, wie Krupa erklärt. Alle zwei Jahre richtet er für und mit Studierenden einen speziellen Workshop aus. Nach Stationen auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof oder auch im Freilichtmuseum Kommern nun zum dritten Mal in Leidenhausen. Dabei steht am Ende des Workshops auch in diesem Jahr wieder eine massive Holzbank. Hergestellt von den Studierenden, die dabei nur alte, also nicht motorbetriebene Werkzeuge benutzen.

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Er leitet den Workshop: Andeas Krupa, Fachlehrer im Institut der Konservierung und Restaurierung an der TH Köln. Foto: Göllnitz

Äxte, Beile, Sägen oder auch Bohrer seien dies, so Krupa. Ihm sei wichtig, dass seine Studierenden feststellten, welche Spuren diese im und am Holz hinterließen. Ohne Motorhilfe kann das Sägen mancher Teile so auch schon einmal eine Dreiviertelstunde dauern. So geschehen auf dem eigens dafür aufgebauten Holzbock im Innenhof Gut Leidenhausens.
Stecke die große Rahmensäge fest, dann gebe es auch dafür Tricks, um sie wieder in Bewegung zu bekommen, erklärt der Lehrer. Er freut sich, dass Haus des Waldes und Forstverwaltung unterstützend beim viertägigen Workshop zur Seite stünden, wie Krupa sagt. Ist die Bank schließlich fertig, dann solle sie, wie ihre Vorgängerin, wieder im Hof der TH in der Kölner Südstadt stehen. Dort werde sie sehr gerne und ausgiebig genutzt, berichtet der Fachlehrer. Wobei das massive Stück mit der Zeit ein wenig an Gewicht verliere. Der Grund: Im Winter geschlagen, beinhaltete das Holz noch viel Feuchtigkeit. Diese weicht mit der Zeit und macht das Möbel leichter. Anfangs seien vier Personen nötig, um sie zu tragen, sagt Andreas Krupa.
Ein paar mehr, um sie herzustellen. Dabei werden Zapfen eingebracht, gerade Kanten erarbeitet, die der Stamm zuvor nicht hat. Die Arbeit in Konservierung und Restaurierung sei ein lebenslanges Arbeiten, weiß Krupa. Gerade in Zeiten von Nachhaltigkeit sei die Tätigkeit populär. Viele der Studierenden arbeiteten später selbstständig, andere bekämen einen der wenigen Jobs – in Museen etwa. Arbeit gebe es insgesamt genug, so der Fachlehrer. Jobs nicht immer.

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