Die Stadt Köln und die Besitzerin des sogenannten Sonnenhauses an der Ecke Hauptstraße/Poststraße, die GAG Immobilien AG, haben eine Lösung zur Zukunft des Gebäudes gefunden. So ist das Haus aus der Liste der denkmalgeschützten Gebäude gestrichen worden. Ein Abriss der viele Jahre lang leer stehenden Immobilie ist damit möglich. Laut Einschätzung von Fachleuten sei eine Sanierung nur mit hohen Kosten umsetzbar. Die GAG vermeldete, dass alleine der Erhalt der historischen Fassade rund sechs Millionen Euro kosten würde.
Nun wolle man einen Neubau errichten, so die GAG. Diesen dann mit einer originalgetreu rekonstruierten Fassade des vorherigen Gebäudes. Mittlerweile liege dazu auch eine Baugenehmigung vor, heißt es von Seiten des Unternehmens. Die Bauarbeiten könnten so voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2026 beginnen. Zuvor werde das vorherige Haus, wohl im ersten Quartal des Jahres, abgerissen.
2019 hatte die GAG Immobilien AG das seit 1980 unter Denkmalschutz stehende Haus mitsamt dahinter liegenden Grundstücken von der Stadt erworben. Damals mit der Auflage, die Sanierung des Eckhauses umzusetzen. Die GAG baute danach mehrere Wohngebäude auf dem Areal hinter dem Sonnenhaus. Welche Nutzung das neue Gebäude anstelle des Eckhauses bekommen soll, ist laut GAG noch offen. Sowohl Gewerbe als auch Wohnen seien möglich, heißt es.
Die Stadt Köln erklärt indes, das nun anvisierte Vorgehen geprüft zu haben. Nach Prüfung der verschiedenen Gutachten über den Zustand der Bausubstanz habe man entschieden, dass eine denkmalgerechte Sanierung nicht mehr möglich sei, so die Stadt in einer Meldung. (red.)