Die Stadt Köln bietet seit November Winterhilfeangebote für Menschen ohne Wohnmöglichkeit an. Ziel sei es, so die Stadt, in der kalten Jahreszeit einen zusätzlichen Schutz vor Kälte und Nässe zu ermöglichen. Extreme Temperaturen oder Schneefälle führten dazu, dass auch Menschen eine Unterkunft wünschten, die bei normalen Witterungsbedingungen auf der Straße lebten und in dieser Zeit bestehende Übernachtungs- und Unterbringungsangebote ablehnten. Die Winterhilfen, deren Angebote und Maßnahmen mit der Polizei, den Kölner Verkehrs-Betrieben und dem Ordnungsamt abgestimmt sind, bestehen bis zum 31. März.
Die Stadt Köln bietet zusammen mit dem Sozialdienst Katholischer Männer e.V. (SKM) und dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) die Möglichkeit eines ganztägigen Aufenthaltes auf dem Gelände in der Ostmerheimer Straße 220 zum Schutz vor Winterkälte für obdachlose Menschen an.
Das Unterbringungsangebot für Frauen und Männer verfügt über 72 Plätze. Die Unterkunft ist ganztägig frei zugänglich, kann aber auch über die Fachstelle Wohnen des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren oder durch Weiterleitung über die Träger und Initiativen, Streetwork, Polizei, KVB, Ordnungsamt, Bahnhofsmission oder andere Notschlafstellen vermittelt werden.
Zudem gibt es weiter Kältegänge. Dabei suchen Mitarbeitende der Stadt Köln und der Träger der Freien Wohlfahrtspflege in den Abendstunden bei längerfristigem Absinken der Temperaturen in den Minusbereich gezielt Plätze auf, die dafür bekannt sind, dass sich dort Obdachlose aufhalten. Die angetroffenen Personen werden vor Ort über die Unterstützungsangebote der Stadt Köln informiert.
Für Hunde hat der Kölner Tierschutzverein in Zollstock Plätze zur Übernachtung vorgehalten. Für Hunde stehen fünf Plätze pro Nacht zur Verfügung. Die Hundebesitzer*innen können die Hunde abends bis 18 Uhr oder in der Zeit zwischen 20 und 21 Uhr vorbeibringen. Die Hunde übernachten in einem beheizten Zwinger und werden mit Futter und Wasser versorgt. Jeweils morgens ab 7 Uhr können die Hunde wieder abgeholt werden. Um eine kurze telefonische Absprache unter der Rufnummer 0221 381858 wird gebeten. (red.)