Am 8. Dezember 1950 wurde sie gegründet. Jahre bevor das neue, heutige Flughafengebäude in markanter halbrunder Bauform entstand. Zum Start seiner Tätigkeit als Flughafen war der Köln Bonn Airport, wie er sich heute nennt, eher ein Flugplatz. Mit Menschen, die direkt am Rollfeld saßen und speisten – getrennt nur durch einen Jägerzaun.
75 Jahre später hat die Flughafen Köln/Bonn GmbH den Jahrestag mit verschiedenen Events und Aktivitäten gefeiert. Darunter auch den nun abgehaltenen Festakt „The Night of CGN – Destination: FUTURE“ im eigens für den Abend umgebauten Terminal 2.
Rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren vor Ort. Darunter Vertreter*innen aus Landes- und Kommunalpolitik, wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester. Aus der Luftverkehrs- und Logistikbranche waren Jens Bischof, CEO von Eurowings und Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, und Daniel Carrera, Europa-Chef von UPS, mit dabei. Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier standen Rückblicke auf Meilensteine des Flughafens, die aktuellen Herausforderungen eines modernen Verkehrsknotens und der Blick auf Zukunftsthemen. Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, betonte dabei die Rolle des Airports als zentrales Drehkreuz für Passagiere und Fracht sowie seine Verantwortung für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Weiterentwicklung. „Unser Airport hat sich über die Jahrzehnte zu einem zentralen Knotenpunkt im Luftverkehr entwickelt – zu einem Standort, der Mobilität für Menschen schafft sowie Motor der Wirtschaft und Arbeitsplatz für rund 14.500 Menschen ist“, so Schmid. Der Köln Bonn Airport sei nicht nur für Köln, sondern für die gesamte Region ein bedeutender Verkehrs- und Logistikstandort“, findet auch Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester. „Er ist ein echter Wirtschaftsmotor, denn er sichert Arbeitsplätze, bindet Unternehmen und schafft so langfristige Perspektiven.“ Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte den Flughafen als eine „wichtige Säule der Verkehrsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen“ Für über zehn Millionen Fluggäste pro Jahr ist er weit mehr als ein Verkehrsknotenpunkt – er ist ihr direkter Zugang zu Europa und der Welt.“
Die Veranstaltung „The Night of CGN – Destination: FUTURE“ fand in Terminal 2 statt, dessen Abflugebene im öffentlichen Bereich für den Festakt in eine Eventlocation mit Bühnen und Themeninseln verwandelt wurde. Elemente wie Check-in-Schalter und Beschilderung wurden in das Gesamtbild einbezogen. Tanzauftritte und Live-Musik, kulinarische Spezialitäten aus Köln, Bonn und Flugzielen des Streckennetzes gehörten ebenfalls zum Programm.
Die Geschichte des Fliegens am heutigen Standort des Flughafens Köln/Bonn nahe der Wahner Heide reicht bis ins Jahr 1913 zurück, als das Gelände zunächst militärisch genutzt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg kam der Flugbetrieb zum Erliegen, bevor in den 1920er Jahren neue Planungen für eine Inbetriebnahme entstanden, die jedoch nicht umgesetzt wurden. Zwischenzeitlich diente der Flughafen „Köln-Butzweilerhof“ dem zivilen Luftverkehr. Ab 1939 wurde Köln-Wahn zu einem Fliegerhorst der Luftwaffe. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs nutzte die britische Royal Air Force das Areal und baute es zu einem Hauptflughafen aus. 1950 stellte die britische Militärregierung die Weichen für den zivilen Luftverkehr: Mit Unterstützung von Konrad Adenauer erhielten Köln und Bonn eine Lizenz zur zivilen Nutzung. Am 8. Dezember 1950 wurde die „Köln-Bonner Flughafen Wahn GmbH zu Porz“ gegründet – die heutige Flughafen Köln/Bonn GmbH. Der erste zivile Linienflug hatte bereits am 26. September 1950 stattgefunden, als die Fluggesellschaft British European Airways aus dem Rheinland nach Berlin flog. Heute bedienen rund 30 Passagierfluggesellschaften den Airport planmäßig und verbinden ihn mit mehr als 100 Zielen weltweit. Zudem ist Köln/Bonn ein international bedeutender Frachtstandort, an dem UPS, DHL und FedEx jeweils ein Drehkreuz betreiben. (red.)