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Sabine Stiller verstorben

Sabine Stiller, die bisherige Porzer Bezirksbürgermeisterin, ist verstorben. Stiller starb plötzlich und unerwartet am 17. November, dem Tag vor der Wahl ihrer beiden Nachfolger. Von 2020 bis 2025 bekleidete die in München geborene Lokalpolitikerin das Amt. Dabei setzte sie sich vor allem auch für soziale, Jugend- und Senior*innenthemen ein.

In der Bezirksvertretung, der Sabine Stiller zuvor auch viele Jahre als Mitglied angehört hatte, machte sie sich für eine gute Zusammenarbeit der Parteien stark. Ihre Wahl am 3. November 2020 kam auch für sie selbst etwas überraschend, da sie zunächst gar nicht als Kandidatin im Gespräch war. Damals sagte sie Porz am Montag: „Man muss den Menschen zuhören können. Sie verstehen und mögen“, so Stiller. Ihre Erfahrungen im sozialen Beruf, zudem in Bezirksvertretung und als ehrenamtlich Engagierte könne ihr dabei helfen, erklärt sie.

Stiller, die 1958 in München geboren wurde, wuchs in Hamburg und Bonn auf. Seit 1999 lebt die examinierte Krankenschwester in Porz. Von 1991 bis 2020 war sie Pflegedirektorin und Mitglied der Krankenhausbetriebsleitung im Porzer Krankenhaus. 2000 wurde Stiller Mitglied der CDU im Ortsverband Porz, 2011 gewähltes Mitglied der Bezirksvertretung Köln. Sie engagiert sich ehrenamtlich etwa für den Sozialdienst Katholischer Männer (SKM).

„Für mich ist positives Denken wichtig“, erklärt Sabine Stiller dieser Zeitung 2020. „Ohne positives Denken lässt sich Porz auch nicht beleben.“ Dabei sah sie sich nicht als Einzelgängerin. „Ich bin ein Teamplayer – schon immer gewesen. Ich möchte es zeitgemäß machen. Nicht als Alleinherrscherin.“ Ihr sei der gegenseitige Austausch wichtig, so Stiller damals, die den 1. FC Köln, Reisen und Wellness zu ihren Hobbys zählte.

Stimmen im Stadtbezirk Porz beschreiben Sabine Stiller nach dem Bekanntwerden ihres Todes als „Freundin“ und verlässliche Partnerin. „Die Kinder der Glashütte mochten sie sehr. Sie erinnern sich gerne an die Besuche in ihrem Bürgermeisterbüro und an die Jahre, in denen sie mit ihr den Weihnachtsbaum vor dem Rathaus geschmückt haben“, heißt es etwa auf der Facebook-Seite des Jugend- und Begegnungszentrums Glashütte.

Das Ausscheiden aus dem Amt sei, so Stiller gegenüber Porz am Montag, eine bewusste Entscheidung gewesen. Eine ihrer letzten offiziellen Amtshandlungen war die Enthüllung der von ihr initiierten Skulptur vor dem Bezirksrathaus. Diese soll das soziale Miteinander in Porz symbolisieren. Stiller plante nun, mehr Zeit im Privaten zu verbringen. Sich hin und wieder beratend einzubringen. Dieser Wunsch sollte sich nun nicht mehr erfüllen können. (Lars Göllnitz)

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