„Ich bedanke mich für das Vertrauen und werde mein Bestes geben.“ Es sind die ersten Worte im Plenum von Lutz Tempel, nachdem er kurz zuvor von der Bezirksvertretung zum neuen Porzer Bezirksbürgermeister gewählt worden ist. Es gebe viel zu tun für Porz, so Tempel. Gemeinsam wolle man das in der BV angehen.
Für seine Wahl war trotz Pattsituation der Sitze für SPD und CDU nach der Kommunalwahl nur ein Wahlgang nötig. Bei einer Enthaltung stimmten 15 der 19 Lokalpolitiker*innen für Lutz Tempel (SPD) als Bezirksbürgermeister. Markus Lüsgen (CDU) ist sein Stellvertreter. Anne Kafzyk von den Grünen übernimmt den Posten der zweiten Vorsitzenden.
Das Besondere an der Wahl bei der sogenannten konstituierenden Sitzung der BV, der ersten nach der Kommunalwahl im September: Lutz Tempel teilt sich die fünfjährige Amtszeit mit seinem aktuellen Stellvertreter. Konkret heißt das, laut schriftlicher Absprache von CDU, SPD, Grünen und Volt, dass zum 30. April 2028 Lüsgen und Tempel ihre Ämter tauschen. Anne Kafzyk soll dann weiter zweite Stellvertreterin bleiben.
Ihre Wahl nehmen die drei auf Nachfrage des temporär dienstältesten der Sitzung, Andreas Bischoff von der CDU, mit fast denselben Worten an: „Ja, sehr gerne“, sagen Kafzyk, Lüsgen und Tempel im ähnlichen Wortlaut. Tempel übernimmt nach der Wahl als wieder langjährigstes Mitglied den Part der Sitzungsleitung.
Begleitend zur konstituierenden Sitzung wurde auch erstmals die zum 50. Jahrestag der Eingemeindung der damaligen Stadt Porz zu Köln angeschaffte Fahne gehisst. Sie solle, so Bürgeramtsleiter Guido Motter auf Anfrage, ab sofort zu besonderen Anlässen, wie Sitzungen der Bezirksvertretung oder auch der karnevalistischen Prinzenproklamation am Rathaus nahe des Rhein-Ufers, wehen. Angeschafft wurde sie vom Bürgeramt und der ausgeschiedenen Porzer Bezirksbürgermeisterin Sabine Stiller.