„Wir sind stolz wie Bolle, dass alles geklappt hat“, freut sich Jochen Ott, Vorstand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Er und Haus des Waldes-Vorstand Jürgen Hollstein hätten sich zu Beginn schon gefragt, ob sie sich auf ein solches Bauprojekt einlassen sollten, verrät er. Nun ist die, auch bauliche, Neugestaltung der Waldschule auf Gut Leidenhausen abgeschlossen. Und Ott verbindet damit auch einen Dank an die vielen Ehrenamtlichen, die vieles erst möglich machten, wie er sagt. Und auch einen Vorschlag hat er: „Eigentlich müsste der Vorplatz hier einmal Joachim Bauer-Platz heißen“, so Ott zum Publikum bei der Neueröffnungsfeier. Dieses sieht das ähnlich. „Ohne dich, Joachim, wäre vieles nicht möglich“, so Ott. Was Haus des Waldes-Geschäftsführer Bauer leiste, sei besonders.

Bereits 2018 habe der Rat der Stadt Köln erstmals Umbaupläne beschlossen, erinnert sich Melanie Ihlenfeld, die Leiterin des Kölner Grünflächenamts. Dieses ist Vermieterin der Immobilie an Schutzgemeinschaft und Haus des Waldes. 1963 hat die Stadt sie gekauft, bereits seit den 1980er Jahren eine Waldschule geführt. Seit 2015 auch als offizieller außerschulischer Lernort, so Ihlenfeld. Spätestens nachdem eine fünfte pädagogische Stelle eingerichtet wurde, sei die Waldschule aus allen Nähten geplatzt, sagt sie. Beim Umbau wurden neue Klassenräume geschaffen. Der Veranstaltungsraum im ersten Geschoss und das Foyer unterhalb wurden ebenfalls neu gestaltet. Der Eingang zum Innenhof hin verlagert. Sanitäre Anlagen und eine Küche wurden angelegt. Der Neugestaltung und Neuausrichtung der Dauerausstellung soll noch folgen.
Rund 7.000 Schüler*innen nähmen jährlich die Angebote der Waldschule wahr, berichtet Jürgen Hollstein. Ganz wichtige Erfahrungen sammelten sie dabei, sagt er. „Es gibt immer noch Kinder, die hinter einem Baum einen Säbelzahntiger vermuten“, so Hollstein. Zudem genügend Kinder, die keinen Zugang zu Wald und Natur hätten, so Melanie Ihlenfeld. „Wir freuen uns, als Vermieterin die Räumlichkeiten den Menschen zur Verfügung stellen zu können“, sagt sie.
