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Dialogausstellung „scheinbar schwerelos“

„Wir sind wieder aufeinander getroffen“, erzählt Christine Laprell. Sie und Irmgard Potthoff hätten sich bereits vor Jahren einmal über die Kunst persönlich kennengelernt, dann aber aus den Augen verloren. Beim Wiedersehen haben die Künstlerinnen aus Herne und Bochum dann gemerkt, dass ihre beiden Werke durchaus auch Schnittstellen haben. „Die Bewegungen der Linien. Die Weißräume. Wir haben gedacht: Da müssen wir was draus machen“, so Potthoff. Die Idee zur gemeinsamen Ausstellung war geboren.

Als Ort für die Dialogausstellung haben beide den Wehrturm in Zündorf gewählt. Hier zeigen Laprell und Potthoff nun unter dem Titel „scheinbar schwerelos“ eine Auswahl ihrer Arbeiten. Darunter Gemaltes, Arbeiten aus Papier und auf Folie, zudem viel Filigranes. So etwa Potthoffs Installationen aus Acryllack und Draht. „Draht bietet mir alle Möglichkeiten, meine künstlerische Idee umzusetzen“, erklärt Potthoff. Eigentlich sei sie Papierkünstlerin. Aber eben nicht nur, so die Kreative.

Auch Laprells Arbeiten zeigen schon einmal besondere Materialien: „Ich liebe Materialien. Besonders auch Folie“, sagt sie. Vor genau 24 Jahren sei sie auf diese als Maluntergrund gestoßen. „In meinem Haus wurden die Fenster mit Folien abgehängt. Da wusste ich: Das ist es“, erinnert sich Laprell. Die verschiedenen Ebenen, zudem das Zeichnen auf Folie möge sie gerne. Gleich auf der untersten Ebene des Museums Zündorfer Wehrturm empfängt die Besucher*innen eine Arbeit von Laprell, die Folie und Draht kombiniert. „Ligurisches Objekt“ so der Titel.

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Kombination aus Draht und Folie: „Ligurisches Objekt“ von Christine Laprell. Foto: Göllnitz

Über eine Ausstellung einer befreundeten Künstlerin seien beide auf den Wehrturm gestoßen, erzählt Laprell. „Wir haben gleich gedacht. Hier wollen wir auch hin.“ Dabei sei das gemeinsame kreative Arbeiten sehr angenehm gewesen. „Wir finden einfach auch unsere Arbeiten gegenseitig toll“, so Laprell. „scheinbar schwerelos“ ist bis zum 30. Juni zu sehen. Das Museum Wehrturm nutzt danach seine Sommerpause bis Anfang August, um das Juryverfahren für die Ausstellenden des kommenden Jahres durchzuführen. https://www.zuendorfer-wehrturm.de

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