StartLeben in PorzZündorfLeise Töne aus der Laute

Leise Töne aus der Laute

Yuichi Sasaki und Mariya Miliutsina spielten das letzte von, laut Ausrichtern, erfolgreichen Konzerten des Jahres in der Klosterkapelle

Die Barocklaute sei ein etwas komisches Instrument, erklärt Yuichi Sasaki dem Publikum. Etwas kleiner sei sie. Zudem mit 24 Saiten ausgestattet, so dass er beim Spielen immer zwei Seiten doppelt anzupfen müsse, so der Musiker.

Zusammen mit Mariya Miliutsina bildet der 1986 in Japan geborene Sasaki das nach ihm benannte Yuichi Sasaki Ensemble. Und zusammen mit Miliutsina steht er zum letzten Konzert des Jahres in der Klosterkapelle auf der Bühne. Zu hören gibt es barocke Lautenmusik. Während Sasaki die Sonata 38 von Silvius Leopold Weiss solo und mit kleiner Laute spielt, so kommt bei anderen Stücken auch schon einmal ein deutlich größeres Exemplar zum Einsatz.

Musikprofessor Hubert Käppel, bei dem Sasaki einst in Koblenz studiert hat, erklärt in den einleitenden Worten zum Konzert, dass musikhistorisch die Laute irgendwann durch das Cembalo abgelöst worden sei. Gleichzeitig verrät Käppel, dass Yuichi Sasaki früher Gitarre gespielt habe. Ein im Aufbau durchaus mit der Laute vergleichbares Instrument.

Die aus Belarus stammende Mariya Miliutsina begleitet Sasaki an der Traversflöte. Gleichsam ein eher nicht allerorts genutztes Instrument und eine mit sechs Löchern ausgestattete Querflöte. Zusammen mit der Laute erklingt so eine klanglich in die Zeit passende Mischung der Barockmusik von vor über 300 Jahren.

Musik vor allem für Könige, wie Mariya Miliutsina erklärt. „Wir wollen sie heute an den Hof von König Ludwig, dem Vierzehnten, mitnehmen“, sagt sie. „Wenn sie sich also wie ein König fühlen wollen, dann ist das heute eine gute Gelegenheit.“

Für die Zündorfer Klosterkapelle ist das Konzert das letzte ihres diesjährigen Musikprogramms. Wobei man als Förderverein auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicke, wie die Vorsitzende Inge Kämpf berichtet. „Uns gibt es jetzt seit 37 Jahren. Uns geht es so gut, wie nie.“ Fast alle der Veranstaltungen seien mehr als ausverkauft gewesen. Auch Weihnachtsfeier und Kunsthandwerkermarkt seien erfolgreich verlaufen.

Das erste Konzert in 2024 gestaltet indes Neu-Mitglied, wie Inge Kämpf verrät, Hubert Käppel. Zusammen mit Mike Dauth an der Violine spielt er ein weiteres von bislang schon einigen Konzerten in der Klosterkapelle. Der Auftritt findet am Sonntag, 28. Januar, um 19 Uhr statt. Karten gibt es im Vorverkauf: 02203 83985 und mail@klosterkapelle.

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