StartKölsche WeihnachtSchwungvoll, stimmungsvoll und mit Humor gespickt

Schwungvoll, stimmungsvoll und mit Humor gespickt

Die Kölsche Weihnacht gastiert bis Ende Dezember im Eltzhof - nach dem Tod des langjährigen Gitarristen Frank Hocker haben die Vorstellungen eine besondere Note

Für einen Takt stoppt das Lied „Wohltarte“, das das Ensemble auf der Bühne singt. Direkt nach der Zeile „Eine für de Frank“. Gemeint ist Frank Hocker, und die Pause dürfte eine kurzer Gruß an den jüngst überraschend verstorbenen Gitarristen der Kölsche Weihnacht sein.

„Selbst Dinge, die schon immer so waren, sind nicht zwangsläufig für immer. Menschlich und musikalisch wirst du uns fehlen“, heißt es auch auf Seite zwei im Programmheft zur diesjährigen, 28. Auflage, der beliebten Spielreihe. Eine Spielreihe, die ohnehin mit ihren vorweihnachtlichen Liedern, Krätzjen und Wortbeiträgen stimmungsvoll und besinnlich daherkommt, und die in diesem Jahr eine besondere Note hat. Aber auch das Schwungvolle, Stimmungsvolle und mit Humor Gespickte ist fester Teil des mit Pause fast dreistündigen Programms. Dann etwa, wenn Gründer und Organisator Roland Kulik auf die Bühne tritt und sagt: „Wir haben ja schon länger diese Kategorie, in der uns unsere Gäste sagen können, was sie gerne hören möchten. Jetzt hat es mich erwischt.“ Danach schlüpft Kulik in die Rolle eines Vorgebirglers, wie er sagt. Einer, der reichlich Probleme beim Brötchenkauf beim Bäcker hat, diese aber mit Witz und Pragmatismus löst. Ein Raunen geht durchs Publikum als Kulik und sein langjähriger Bühnenpartner Hansgeorg Fuhrmann das Lied von der unbändigen Paranuss anstimmen. Die Zeile „Der Nuss is nix passiert“ wird vom Saal lauthals mitgesungen. So auch, wie einige andere Lieder. Dann etwa, wenn das Bläserensemble kölsche Klassiker in Weihnachtslieder einbaut. Stichwort: „Ich möchte zu Foss nach Kölle jon“ in „Oh, Tannenbaum“.

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Die Welt sei in einem „besäufniserregenden Zustand“, findet Gerd Köster. Foto: Göllnitz

Ohnehin wird es immer dann besonders besinnlich, wenn das Ensemble Lieder präsentiert. Unterstützt von den Streichern des Prometheus Quartett und gesanglich mal von Gerd Köster, mal von Nadine Weyer, mal von mehreren vorgetragen. Und all das, während die Welt in einem „besäufniserregenden Zustand“ sei, wie Gerd Köster sagt. Die Rolle neben ihm an der Gitarre im Ensemble übernimmt Pascal Pohlscheidt.

Die Kölsche Weihnacht gastiert noch bis zum 22. Dezember im Wahner Eltzhof. Auch bereits für die Termine in 2024 gibt es Karten.
https://www.sacova.de  
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Roland Kulik (l.) ist der Gründer und Organisator der Reihe – auch in der 28. Auflage. Foto: Göllnitz

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